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Benzin, Wasser, Strom: Die 50 wichtigsten Energiespar-Tipps

Die Energiekosten steigen, aber mit einigen einfachen Tricks kann man Ausgaben für Benzin, Strom und Wasser senken.

Strom und Energie sind teuer – insbesondere in Deutschland.  Faktoren wie Energiewende und der geplante Ausstieg aus der Atomkraft tragen einen großen Teil dazu bei. Strom kostet beispielsweise im Schnitt über 29 Cent pro Kilowattstunde. 1988 waren es noch rund 17 Cent – das entspricht einem Anstieg von über 70 Prozent. Die Pessimisten unter den Experten rechnen zudem damit, dass die Preise bis 2025 erneut um bis zu 70 Prozent steigen.   

Bequemlichkeit kostet Hunderte Euro 

Doch was soll man machen? Weniger kochen, Wäsche waschen oder staubsaugen? Das ist nicht praktikabel. Viel effektiver ist, an anderen Stellschrauben zu drehen. Vermeidbar sind beispielsweise unnötiger Standby-Verbrauch und Leerlaufzeiten, die ebenfalls einen großen Teil der Stromrechnung ausmachen.

Achten Sie auf Ihren Energieverbrauch und befolgen Sie so viele Tipps wie möglich, um Strom zu sparen! Selbst wenn Sie nur die Hälfte befolgen, können Sie bereits erhebliche Energieeinsparungen erzielen!

Dies sind einige Energiespartipps, die Ihnen helfen werden, Ihre Stromrechnungen das ganze Jahr über zu senken. Fangen Sie noch heute an, Energie zu sparen – für sich selbst und für die Umwelt, in der Sie leben!

Inhaltsverzeichnis

Die besten Tipps zum Stromsparen

Glühbirnen in einer Reihe.
Strom zu sparen bedeutet, bares Geld zu sparen. © Rodolfo Clix / Pexels

Wir alle verbrauchen Strom. Die elektrische Energie befeuert unsere Fernseher, unsere Computer und unsere Lampen. Viele Energiefresser verbergen sich aber, so dass man sie nicht sofort auf dem Schirm hat: Etwa der Durchlauferhitzer für warmes Wasser, der dauerhaft laufende Kühlschrank oder das eingesteckt bleibende Netzteil vom Handy. Die folgenden Tipps erklären, wie Sie die Stromschlucker ausfindig machen und beseitigen.

Tipp 1: Standby vermeiden

Geräte per Ausschalter oder schaltbarer Steckdose vom Strom zu trennen, spart pro Jahr auf jeden Fall jede Menge. Ein typisches Beispiel sind USB-Ladegeräte fürs Smartphone, die kaum einer ausstöpselt. Was kostet diese Bequemlichkeit? Moderne Ladegeräte dürfen nach der Ökodesign-Richtlinie nicht mehr als 0,3 Watt ziehen. Nicht gerade viel, aber wenn das rund um die Uhr geschieht, summiert sich der Stromverbrauch auf 2,62 kWh pro Jahr. Das erzeugt bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde immerhin Kosten in Höhe von 79 Cent.

Deutlich schlechter sieht die Bilanz bei älteren Geräten aus. Betagte Stereoanlagen verbrauchen im Stand-by beispielsweise rund 15 Watt. Aufs Jahr gerechnet ergibt das dann plötzlich einen Verbrauch von 131,04 kWh oder Stromkosten in Höhe von 39,31 Euro. Kurzum: Es lohnt sich nahezu jedes Gerät vom Strom zu trennen, egal ob smarten Lautsprecher (bis zu 8 Watt), Fernseher (bis zu 14 Watt) oder Computer (bis zu 10 Watt). Ihren jährlichen Stromverbrauch können Sie unter diesem Link selbst berechnen.

Tipp 2: Geschirrspüler statt Handspülen

Normaler Weise kostet der Einsatz von Maschinen und anderen Geräten zusätzlich Energie. Für moderne Geschirrspüler gilt das allerdings nicht. Laut BMWi spart die Reinigung des Geschirrs per Geschirrspülmaschinen sowohl Strom als auch Wasser. Ist die Maschine voll beladen, spricht das Ministerium im Vergleich zur Handwäsche von bis zu einem Drittel weniger Strom und fast die Hälfte weniger an Wasser. Bei einer Studie, die die Universität Bonn durchführte, zeigte sich sogar ein noch größeres Sparpotential.

Demnach verbraucht Geschirrabwasch per Hand durchschnittlich 46 Liter Warmwasser, also dreimal so viel wie die Reinigung derselben Menge Geschirr im Geschirrspüler (15 Liter). Wichtig: Spülmaschine stets komplett gefüllt einschalten und am besten das Öko-Programm nutzen. (Das spart 110 Euro pro Jahr / Quelle: Bild). Zwar dauert dies in der Regel länger, allerdings beträgt die Wassertemperatur lediglich 40 anstatt 60 Grad. Das spart zusätzlich Strom. Wichtig aber: Einmal pro Monat die Spülmaschine mit 65 Grad laufen lassen, um Fettablagerungen und somit Defekten vorzubeugen.

33 Prozent weniger Wasser und 50 Prozent weniger Energie verbrauchen Spülmaschinen im Gegensatz zum Spülen per Hand. © Google © Google

Tipp 3: Die richtige Temperatur für Kühlschrank und Tiefkühltruhe

Die gewählte Temperatur im Kühlschrank hat einen großen Einfluss auf den Stromverbrauch: Im Normalfall sind 7 Grad im oberen Fach vollkommen ausreichend. Senken Sie die Temperatur um nur 1 Grad, steigt der Stromverbrauch um rund 6 Prozent. In Zahlen: Angenommen, der Kühlschrank verbraucht bei 7 Grad 80 Wh, erhöht sich der Stromverbrauch auf 85 Wh. Das macht dann 742,56 kWh pro Jahr statt 698,88 kWh, oder eben 13 Euro höhere Stromkosten (222,77 statt 209,66 Euro). Als optimale Temperatur für die Gefühltruhe gilt minus 18 Grad.

Tipp 4: Nicht zu heiß waschen

Moderne Waschmaschinen samt entsprechender Waschmittel sind so leistungsfähig, dass die die Wäsche selbst bei moderaten Temperarturen sauber bekommen. Dazu reicht in der Regel ein Programm ohne Vorwäsche zwischen 30 und 40 Grad. Dazu müssen Sie wissen: Eine Waschmaschine verbraucht im Waschgang bei 40 Grad (ca. 400 Wh) ungefähr doppelt so viel Strom wie bei 30 Grad (ca. 200 Wh), bei 60 Grad das Fünffache (ca. 1 kWh) und bei 90 Grad sogar das neunfache (ca. 1,8 kWh) wie bei 30 Grad.

Waschmaschine wir dbefüllt.
Auch beim Waschen von Wäsche lässt sich Energie sparen. © Polina Tankilevitch / Pexels

Das bedeutet, dass Sie durch das Waschen bei niedriger Temperatur eine ganze Menge Strom sparen können. Ein Rechenbeispiel: Sie waschen fünfmal pro Woche eine Ladung bei 30 Grad (Dauer 2 Stunden). Das macht 104,00 kWh oder 31,20 Euro. Erhöhen Sie die Temperatur auf 60 Grad, steigt der jährliche Stromverbrauch auf 520,00 kWh beziehungsweise 156 Euro. Abstriche bei der Hygiene müssen Sie durch niedrige Waschtemperaturen nicht befürchten. Entgegen der landläufigen Meinung sorgen moderne Maschinen auch bei 30 und 40 Grad für restlose Sauberkeit. Ausnahmen: Unter- und Bettwäsche.

Tipp 5: Wäscheleine statt Trockner

Wäsche trocknet auf dem Balkon, im Bad oder im Keller viel effizienter als im Trockner. Selbst moderne Wärmepumpentrockner der Energieeffizienzklasse A verbrauchen rund 1,5 kWh pro Trocknungszyklus. Bei 5 Trocknungszyklen à 1 Stunde pro Woche und einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde ergibt das Stromkosten in Höhe von 117 Euro pro Jahr (390,00 kWh   ). Bei älteren Kondensationstrocknern liegt der Stromverbrauch dagegen bei um die 3,5 kWh. Bedeutet: Bei gleichem Einsatz Stromkosten in Höhe von 273 Euro (910,00 kWh). Falls möglich, den Trockner also so selten wie möglich nutzen. Und wenn, nur voll beladen, mit möglichst geringer Restfeuchte und gereinigtem Flusensieb anschmeißen.

Tipp 6: Licht: Einfach mal abschalten

Im Durchschnitt gehen rund fünf Prozent des Stroms aufs Konto der Beleuchtung. Trotzdem haben immer noch nicht alle verinnerlicht, beim Verlassen eines Raums stets auch das Licht auszuschalten. Dabei ist das nur ein Handgriff und spart gut und gerne 30 Euro pro Jahr. Rechnung: Bei einer vierköpfigen Familie in einem Einfamilienhaus (ohne elektrische Warmwasseraufbereitung) liegt der Durchschnittsstromverbrauch Strom bei 4.000 Kilowattstunden pro Jahr, also 200 kWh fürs Licht. Wird dieser Wert halbiert, ergibt sich eine Ersparnis von 100 kWh, was bei einem Strompreis von Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde ziemlich genau 30 Euro ausmacht.

Tipp 7: Fernseher: Besser eine Nummer kleiner

Fernseher im Zimmer.
Bei Fernsehern tut es auch ein kleineres Gerät. © Lisa Fotios / Pexels

Keine Frage, eine dicke Glotze macht was her. Ein Modell mit 130 Zentimetern Bildschirm- Diagonale verbraucht aber rund das Vierfache im Vergleich zu einem mittelgroßen Fernseher mit 70 Zentimetern. Der Zusammenhang zwischen Größe und Verbrauch gilt für alle Technologien (Röhre, Plasma und LCD). Denn die doppelte Bildschirmdiagonale ergibt automatisch eine vierfache Bildfläche.

Tipp 8: Duschen statt heiß baden

Apropos Hygiene: Eine heiße Badewanne ist zwar schön, ist aber nüchtern betrachtet reiner Luxus. Dazu müssen Sie wissen: Bei Standard-Badewannen beträgt die Füllmenge etwa 150 bis 180 Liter. Nehmen wir 180 Liter bei 40 Grad und nehmen an, dass 12 Liter pro Minute aus der Leitung kommen, braucht es 15 Minuten, bis die Wanne voll ist. Das ergibt pro Wanne einen Preis von rund 2.90 Euro nur für Strom. Zum Vergleich: Eine fünfminütige Dusche bei gleicher Temperatur schlägt mit ungefähr 1 Euro zu Buche, kostet also nur ein Drittel. Zum Duschrechner gelangen Sie hier.

Tipp 9: Hände mit kaltem Wasser waschen

Wie eingangs erwähnt, wird zur Erwärmung von Wasser Energie benötigt. Solange sich noch keine kühlen Herbsttage angekündigt haben, ist es möglich, sich die Hände einfach mit kaltem Wasser zu waschen. Einfache Änderung mit großem Effekt.

Tipp 10: Heizlüfter nur im Ausnahmefall einschalten

Fünf Heizlüfter aufgereiht.
Sind zwar warm, aber nicht sparsam: Heizlüfter. © IMTEST

Heizen mit Strom ist aus verschiedenen Gründen keine gute Idee. Erstens ist Strom im Vergleich zu Gas oder Öl deutlich teurer. Zweitens benötigen Heizlüfter (aber auch Heizlüfter oder Radiatoren) jede Menge davon, in der Regel mindestens 2.000 Watt. Und drittens ist Heizen mit Strom äußerst ineffektiv. Wer den Heizlüfter anschmeißt, um etwa um es im Bad morgens schön warm zu haben oder das Baby zu wickeln, muss dafür entsprechend tief in die Tasche greifen. Eine Stunde Betrieb kostet ca. 60 Cent. Wer während der Heizperiode im Herbst und Winter täglich das Gerät einschaltet, muss mit zusätzlichen Stromkosten von über 218 Euro rechnen (728 kWh).

Tipp 11: Richtig lüften

Während der Heizzeit das Fenster zum Lüften auf Kippe zu stellen, bringt wenig und verschwendet jede Menge Energie – die Heizungskosten steigen dadurch je nach Wohnsituation auf das Doppelte. Besser: Die Fenster freiräumen und die Fenster für wenige Minuten komplett öffnen – rund drei Mal pro Tag ist ausreichend. Je kürzer der Zeitraum, desto weniger kühlt der Raum aus und desto mehr Energie wird gespart. Das kann mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmachen.

Tipp 12: Mit weniger Wasser kochen

Jeder Tropfen Wasser, der beim Kochen weniger erhitzt werden muss, spart jede Menge Energie. So müssen Kartoffeln beispielsweise nicht komplett bedeckt sein, stattdessen reicht ein halbes Glas aus. Die Kartoffeln garen dann im Dampf statt im kochenden Wasser. Auch viele andere Gemüsearten lassen sich auf die Weise schonend zubereiten. Auf diese Weise lassen sich rund 10 Euro pro Jahr sparen.

Tipp 13: Wasserkocher statt Herdplatte

Ein Wasserkocher auf einem Tresen.
Wasserkocher arbeiten Effizienter, als eine Herdplatte mit Topf. © ready made / Pexels

Wasserkocher verbrauchen rund ein Drittel weniger Strom als Herdplatten. Denn das Erhitzen erfolgt direkt und ohne Umwege. Um beispielsweise einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, benötigt ein Wasserkocher lediglich rund 100 Wh Strom gegenüber 150 Wh auf dem Elektroherd. Deshalb Wasser für Tee oder Instantsuppen stets im Wasserkocher erhitzen. Ideal sind Geräte, die sich automatisch abschalten, sobald das Wasser kocht. Das spart rund 10 Euro im Jahr. Übrigens: Das gilt auch für Induktionsherde. Die sind zwar schick und leistungsstark (und teuer), verbrauchen aber nur 20 Prozent weniger Strom im Vergleich zu herkömmlichen Herdplatten. Gasherde arbeiten dagegen äußerst effektiv.

Tipp 14: So viel sparen LED

LEDs-Leuchtmittel verbrauchen im Vergleich zu Leuchtstoffröhren rund 60 Prozent und im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirne bis zu 90 Prozent weniger Strom. Eselsbrücke für den Kauf: Eine LED mit 600 Lumen ist so hell wie eine Glühbirne mit 60 Watt, 1.500 Lumen sind so hell wie eine Glühbirne mit 100 Watt. 

Tipp 15: Nachtmodus beim Router

WLAN-Router wie die Fritz!Box lassen sich so einstellen, dass sich das Funknetzwerk zu bestimmten Zeiten automatisch abschaltet. Das spart Strom und reduziert die Strahlung. Und wenn Sie das WLAN trotzdem brauchen, reicht ein Druck auf die WLAN-Taste an der Fritz!Box und das Funknetzwerk ist in wenigen Sekunden wieder einsatzbereit.

Tipp 16: Mikrowelle statt Herd

Mikrowelle auf Küchenzeile
Bei kleinen Essensmengen haben Mikrowellen Energietechnisch die Nase vorn. © cottonbro / Pexels

Wenn Sie nur eben mal eine Kleinigkeit erwärmen möchten, fahren Sie mit der Mikrowelle günstiger als mit dem Herd. Das empfiehlt auch das Umweltbundesamt. Zwar gelten Mikrowellen nicht als besonders stromsparend, allerdings erhitzen sie kleine Speisemengen wesentlich schneller als ein Herd. Unterm Strich entstehen dadurch niedrigere Stromkosten. Aber: Bei größeren Mengen (> 250 ml) haben Wasserkocher, Herdplatte und Backofen in Punkto Energieverbrauch Vorteile.

Tipp 17: Stromverbrauch messen

Es ist sinnvoll, die größten Stromfresser im Haushalt aufzuspüren und gegebenenfalls durch sparsamere Geräte zu ersetzen. Typische Kandidaten sind alte Trockner, Kühlschränke oder Gefriertruhen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn bei Haushaltsgeräten dienen zur Orientierung lediglich die Energieeffizienzklassen. Eine echte Hilfe sind die aber nicht. Vor allem bei Geräten, die schon seit Jahren in Wohnzimmer, Küche und Keller stehen, ist der Stromverbrauch ohne Hilfsmittel kaum nachvollziehbar. Was also tun?

Sie können den Jahresstromverbrauch leicht selbst ausrechnen, wenn auf Sie auf dem Gerät die Angabe für die Leistungsaufnahme in Watt (W) finden. Online-Rechner wie von Stromverbrauch.info helfen dann diesen Wert in Euro abhängig von Einsatzdauer und Strompreis in Euro umzurechnen. 



Alternativ nutzen Sie ein Strommessgerät oder noch besser eine smarte Steckdose. Ihr Vorteil: Sie messen im Gegensatz zu klassischen Strommessern nicht nur den aktuellen Verbrauch, sondern bereiten die Daten grafisch auf und erstellen auf Wunsch ein Kostenprofil.

Der Einsatz dieser Geräte ist unkompliziert: Einfach zwischen Verbraucher und Steckdose schalten und schon zeigen App oder PC den Stromverbrauch an – auch über Tage und Wochen. Das ist wichtig, denn ein Kühlschrank gibt beispielsweise nicht permanent Vollgas, sondern nur zwischenzeitlich, wenn er die Temperatur herunterkühlt. Damit Sie auch ohne ein Strommessgerät ein Gefühl für Stromkosten entwickeln, hier einige Beispiele, welche Stromkosten bestimmte Geräte ungefähr erzeugen.

Unterhaltung & IT

  • Täglich 1 Stunde Smartphone aufladen: Rund 1 Euro pro Jahr
  • Täglich 1 Stunde Notebook aufladen: Rund 10 Euro pro Jahr
  • Fernseher (100 Watt): Eine Stunde Fernsehen rund 3 Cent

Küche

  • Backofen (2.000 Watt): eine Stunde backen 60 Cent
  • Herd (1.000 Watt): eine Stunde kochen 30 Cent
  • Moderner Geschirrspüler: ein Durchgang im Eco-Programm rund 40 Cent
  • Sparsamer Kühlschrank inklusive Gefrierfach: pro Tag rund 23 Cent

Waschen & Putzen

  • Staubsauger mit 2.400 Watt: Eine Stunde saugen rund 72 Cent
  • Moderner Trockner mit Wärmepumpe: Pro Durchgang rund 45 Cent
  • Waschmaschine (60 Grad / Standardprogramm / 3h): Pro Durchgang rund 63 Cent

Licht & TV

  • Klassische Glühbirne mit 100 Watt: 1 Stunde 3 Cent
  • Energiesparlampe mit 15 Watt: 1 Stunde 0,01 Cent. 

Tipp 18: Nie ohne Deckel kochen

Egal, ob beim Dünsten von Gemüse, beim Kochen von Nudeln, Reis oder Kartoffeln, bei der Zubereitung von Suppen oder Soßen und beim Kochen von Eiern:  Nie ohne Deckel kochen – ansonsten verbrauchen Sie bis zu dreimal so viel Strom.

Kochtopf ohne Deckel
Ein Deckel macht beim kochen mit Topf den Unterschied. © Cats Coming / Pexels

Denn wenn Sie beim Kochen einen Deckel auf Ihre Töpfe oder Kasserollen nutzen, verkürzt sich die Kochzeit dramatisch. Das liegt daran, dass der Deckel die Hitze im Topf hält und sie nicht in die Luft entweicht.  Dadurch wird die zum Garen der Speisen erforderliche Energiemenge deutlich reduziert. Zudem verhindern Sie, dass Sie Ihre Küche unnötig aufheizen.

Tipp 19: Tiefkühltruhe enteisen

Eis in Tiefkühltruhe oder Gefrierfach, dass sich an den Wänden ablagert, wirkt wie ein Isolator und erhöht somit den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent. Spätestens wenn die Eisschicht einen Zentimeter dick ist, sollten Sie abtauen. Dadurch lassen sich 100 Euro und mehr Stromkosten pro Jahr einsparen. Gut zu wissen: Bei Geräten mit „No-Frost-Technik“ ist das nicht nötig, denn bei denen taucht das Problem erst gar nicht auf. 

Tipp 20: Aufs Energielabel achten

Wollen Sie sich ein neues Gerät anschaffen, sollten Sie auf eine sehr gute Energieeffizienzklasse achten. Zusätzlich studieren Sie die Angaben zur Leistung eines Geräts in Watt. Auch wenn es ein wenig mehr kostet, amortisiert sich der Mehrpreis in der Regel nach einiger Zeit. Zudem leisten Sie einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Was Sie aber wissen müssen: Es handelt sich um Herstellerangaben, denen Sie keinesfalls blind vertrauen sollten. Zudem kümmern sich die Hersteller um das Energielabel und stufen ihre Produkte selbst in die entsprechenden Klassen ein. Die Behörden prüfen die angegebenen Werte aber nur selten, so dass es auch hier mitunter zu Missbrauch kommt. Prüfen Sie den Stromverbrauch neuer Geräte also am besten selbst (siehe Tipp X).  

Tipp 21: Ventilatoren statt Klimaanlagen

Drei Ventilatoren.
Bewegte Luft ist besser als gekühlte Luft – jedenfalls aus Energiekostenperspektive. © IMTEST

Eine Klimaanlage benötigt wesentlich mehr Energie zu Abtransportieren von Wärme, als ein Ventilator, der Luft auf die Haut bläst. Folglich ist es wesentlich energieeffizienter, einen Ventilator zu nutzen. Ventilatoren verbrauchen nur rund 1 Prozent des Stroms, den Klimaanlagen konsumieren. Sprich: Ein Ventilator, der rund um die Uhr 24 Stunden lang lang läuft, verbraucht weniger Energie als eine Klimaanlage in 15 Minuten. Übrigens: Ventilatoren funktionieren am besten in unmittelbarer Nähe. Andersherum: Ihr Effekt hält sich in Grenzen, wenn Sie einige Meter entfernt sind.

Tipp 22: Haushaltsgeräte reinigen

Sicher befreien Sie Ihre Haushaltsgeräte von sichtbarem Staub, Essensresten usw. Aber es lohnt sich, ab und zu mal eine komplette Reinigung durchführen. Öffnen Sie die Geräte, entfernen die Flusen aus Ihrem Wäschetrockner, reinigen die Luftfilter oder entfernen den Staub und Schmutz, der sich unter oder hinter oder in Ihrem Kühlschrank angesammelt hat. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer, sondern senkt auch den Energieverbrauch. Denn wenn Rohre, Kanäle oder Ventilatoren verstopft sind, läuft das Gerät möglicherweise ineffizient und Ihr Energieverbrauch steigt.

Tipp 23: Bewegungssensoren einsetzen

Es ist menschlich, nicht immer aufmerksam zu sein. Obwohl jeder weiß, wie wichtig es ist, das Licht auszuschalten, wird es immer wieder vergessen. Das kostet Strom belastet die Umwelt. Eine gute Idee ist daher die Installation von Bewegungsmeldern oder Zeitschaltuhren für die Beleuchtung. Das stellt sicher, dass Sie keine Energie verbrauchen, wenn sich niemand in einem Raum aufhält.

Tipp 24: Notebook statt Desktop

Junge vor Notebook
Kleinere Rechner (besonders ohne Grafikkarte) brauchen weniger Strom. © production ID / Pexels

Laut einer Berechnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz verbraucht ein durchschnittlich ausgestatteter Schreibtisch-PC rund 60 Watt und hat einen Stromverbrauch von bis zu 87 kWh pro Jahr bei täglich vierstündiger Nutzung. Bei gleicher Nutzung ist ein Notebook in der Regel wesentlich energieeffizienter. Ein Laptop hat nur einen Stromverbrauch von 15 Watt bzw. 22 kWh pro Jahr. Ein ineffizientes Gerät verursacht in diesem Szenario Stromkosten von rund 30 Euro (bei 30 Cent pro kWh), ein energieeffizientes Notebook hingegen nur knapp 7 Euro. Übrigens: Tablets sind die sparsamsten Geräte und verbrauchen am wenigsten Strom.



Tipp 25: Backofen nicht vorheizen

Egal, ob Auflauf, Backmischung oder Pizza – bei fast allen Rezepten und Fertiggerichten lautet die Empfehlung, den Ofen vorzuheizen. Warum? Da Öfen unterschiedlich lange fürs Aufheizen ist es nur dann möglich eine Empfehlung für die Backzeit anzugeben, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist. Energetisch ist das aber Unsinn, ohne Vorheizen lassen sich rund 10 Prozent Energie sparen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es einige Minuten länger dauert, bis das Essen fertig ist. Allein bei bestimmten Teigsorten sollten Sie den vorheizen:

  • Biskuitteig
  • Plunderteig
  • Soufflée

Tipp: Wenn Sie den Backofen vorheizen, achten Sie immer darauf, dass er während des Aufheizens leer ist. Befindet sich ein Backblech im Inneren, benötigt der Ofen noch mehr Energie, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. 

Tipp 26: Ofen vorzeitig ausschalten

Ein guter Tipp, um Energie und Geld zu sparen, ist es, Elektrobacköfen rund 10 Minuten vor der Zubereitung der Speisen auszuschalten. Die Temperatur des Backofens bleibt nahezu konstant gleich und gart Ihr Essen weiter.

Heizkosten sparen ohne kalte Füße

Heizkörper an der Wand.
Wer zu viel heizt, belastet den Geldbeutel und auch die Umwelt. © Patrycja Grobelny / Pexels

Tipp 1: Nachts weniger heizen

Sicher, tagsüber sollte es in Haus oder Wohnung so warm sein, das niemand frieren muss. Aber nachts, wenn alle im Bett unter einer Decke liegen? Dann können Sie die Heizung herunterfahren, 15 Grad reichen vollkommen aus. Moderne Heizungsanlagen lassen sich so programmieren, dass sie abends die Temperatur reduzieren und morgens wieder mehr heizen. Diese Maßnahme kann je nach Wohnung oder Haus 100 Euro und mehr sparen.

Tipp 2: Sparsam heizen

Sie müssen sich nicht einen zweiten Pullover überziehen, um beim Heizen Energie zu sparen. Probieren Sie einfach auf, bei welchen Temperarturen Sie sich noch wohl fühlen. Und denken Sie dabei daran: Jeder einzelne Grad weniger spart ungefähr sieben Prozent Heizkosten.  muss sich nicht warm anziehen oder frieren, um beim Heizen Energie zu sparen. Richten Sie sich an folgenden Werten: Badezimmer 22 Grad, Wohnräume 20 Grad sowie Flur und Schlafzimmer 16 Grad.  Das spart um die 80 Euro pro Jahr.  


Wohnzimmer mit Heizung an der ein smartes Thermostat angebracht ist

Heizen auf die smarte Tour

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler. Schön, wenn dann ein smarter Heizkörperthermostat wie der neue Evo von Homematic IP bereits für wohlige Temperaturen gesorgt hat, wenn man nach Hause kommt.


Tipp 3: Boilertemperatur kontrollieren

Kommt das Wasser zu heiß aus Dusche und Hahn? In diesem Fall ist die Warmwasser-Temperatur zu hoch eingestellt. Das kann nicht nur unangenehm sein, sondern ist auch schlecht für Umwelt und Portemonnaie. Denn je höher die Boilertemperatur, desto mehr Wärme verpufft aus dem Speicherbehälter.

Justieren Sie die Temperatur so, dass das Wasser warm genug ist, wenn Sie beim Duschen die wärmste Stufe wählen – mehr muss nicht sein. Die meisten Zentralheizungssysteme werden durch einen Boiler gesteuert. Die Temperatur, auf die Sie Ihren Boiler einstellen, ist die Temperatur, auf die er das Wasser erwärmt (diese Temperatur stellen Sie am Boiler selbst ein – nicht an Ihrem Thermostat). Als ideal gilt eine Temperatur von etwa 70 °C für die Heizung und 60 °C für das Warmwasser. Das spart nicht nur Energie, sondern erhöht auch den Komfort. Unterm Strich ist zudem eine Ersparnis von 30 Euro und mehr drin.

Tipp 4: Smarter Thermostat

Ein Erfolgsgeheimnis beim Heizen lautet: Nur dann heizen, wenn es wirklich nötig ist. Sind Sie unterwegs, muss zuhause schließlich nicht die Heizung die ganze Zeit auf Hochtouren laufen. Wer hat aber Zeit und Lust, das Thermostat jedes Mal beim Verlassen des Hauses abzudrehen? Aus diesem Grund gibt es smarte Thermostate. Sie erkennen beispielsweise anhand des Smartphone-Signals, wenn der letzte Bewohner das Haus verlässt und senken automatisch die Temperatur. Kalte Räume müssen Sie bei der Wiederkehr dann nicht befürchten. Haben Sie zum Beispiel unerwartet früher Feierabend, regeln Sie die Heizung bequem von unterwegs, etwa per Smartphone-App. Ebenfalls ist es möglich, Zeitprofile einzurichten. Die sorgen dafür, dass es beispielsweise morgens lauschig warm im Bad ist, ohne dass die Heizung die ganze Nacht durchheizen muss. All das spart Energie und entlastet Geldbeutel sowie Umwelt, versprechen zumindest die Hersteller.

Smartphone vor Heizkörper.
Ein smarter Thermostat regelt selbstständig die Temperatur, auch von unterwegs aus. © Tado

Die Stiftung Warentest hat die Probe aufs Exempel gemacht: Das Ergebnis: Die Berechnungen der Experten für verschieden große und gedämmte Beispielwohnungen ergaben, dass das Sparpotenzial zwischen 5 bis 8 Prozent rangiert. Summa Summarum lassen sich also bei jährlichen Heizkosten von 1.000 Euro, rund 50 bis 80 Euro sparen. Es kann zwar etwas dauern, früher oder später amortisieren sich die Kosten für die moderne Technik.

Tipp 5: Pflanzen als Schutz

Durch das Setzen von Sträuchern und Bäumen können Sie als Hausbesitzer Ihre Energiekosten erheblich senken. Die Pflanzen dienen als Schutz, indem sie im Sommer das Sonnenlicht reduzieren und im Winter als Windschutz dienen. Für Kälteschutz sind etwa Bäume und Sträucher nördlich Ihres Hauses ideal, die kalte Winde abbremsen. Für die Sommerzeit sind hingegen Bäume in der Nähe großer Fenster oder harter Oberflächen geeignet, um die Wärmebelastung zu reduzieren. Dieser Energiespartipp ist einer der besten für ein energieeffizientes und umweltfreundliches Haus.

Tipp 6: Möbel richtig anordnen

Zwei Stühle und ein Tisch vor einer Wand.
Die Richtige Anordnung von Möbeln hilft der Raumluft bei der Zirkulation. © Erick MUFASA / Pexels

Die richtige Platzierung Ihrer Möbel kann den Energieverbrauch erheblich beeinflussen. Stellen Sie zum Beispiel keine Sofas oder andere Einrichtungsgegenstände direkt vor die Heizung. Ebenso tabu: Möbel direkt an kalten Außenwänden platzieren. Lassen Sie einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern, besser mehr. Ansonsten kann die Wärme nicht zirkulieren, die Heizleistung sinkt und der Energieverbrauch steigt.

Tipp 7: Adäquate Kleidung

Wenn es draußen Minustemperaturen herrschen und Sie im T-Shirt und mit nackten Füßen im Haus herumlaufen, ist es kein Wunder, wenn Sie frösteln. Sich selbst zu wärmen ist günstiger und einfacher, als die ganze Wohnung zu heizen. Anstatt also den Thermostat hochzudrehen, ziehen Sie lieber ein Paar dicke Socken, Hausschuhe und einen Pullover an.

Tipp 8: Vorhänge schließen

In einem ungedämmten Haus sind Fenster, Türen und Böden für rund 40 Prozent der Wärmeverluste verantwortlich. Aber keine Sorge, wenn Sie keine dreifach verglasten Fenster haben. Sich dem Wetter entsprechend zu kleiden, gilt nicht nur für Menschen. Auch die Fenster können im Winter dazu beitragen, die Kälte zu mindern. Lassen Sie Ihre Vorhänge tagsüber offen, um möglichst viel Sonnenlicht in Ihr Haus zu lassen, und schließen Sie sie nachts, um die warme Luft einzuschließen.

Wasser sparen, Umwelt schonen

Duschkopf von unten.
Duschen verbraucht mehrere dutzend Liter Wasser – aber man kann den Verbrauch senken. © Pixabay / Pexels

Tipp 1: Kürzer duschen

Laut des Sanitärherstellers Hansgrohe liegt die durchschnittliche Duschdauer in Deutschland bei rund elf Minuten. Machen Sie es kurz, schonen Sie nicht nur ihre Haut, sondern auch Umwelt und Geldbeutel. Das Ersparnispotenzial liegt bei einem elektrischen Durchlauferhitzer bei unfassbaren über 1.000 Euro pro Jahr bei einem Vierpersonen-Haushalt. Und zwar dann, wenn im Durchschnitt jede Person täglich mit 38 Grad duscht und ein normaler Duschkopf mit einem Wasserdurchsatz von 12 Liter pro Minute zum Einsatz kommt. Sinkt die Duschdauer von elf auf 5 Minuten, reduzieren sich die Kosten von 2053 Euro auf 933 Euro. Selbst bei einer effizienten Wärmepumpe beträgt das Sparpotential über 500 Euro. Zum Duschrechner gelangen Sie hier.

Ebenfalls lohnend: Prüfen Sie, ob Sie zur Gruppe der Heißduscher zählen. Wenn Ihnen 36 statt 38 Grad reichen, sparen Sie nochmals viel Energie. Angenommen, Ihre Familie duscht 5 Minuten mit 36 statt mit 38 Grad, können Sie weitere 60 Euro sparen (elektrischer Durlauferhitzer). Sie müssen nur die Anlage so einstellen, dass Sie das Wasser maximal auf 36 Grad erwärmt.

Tipp 2: Wasserspar-Duschkopf kaufen

Die eben genannten 12 Liter (oder mehr) Wasser pro Minute sind ein Durchschnittswert. Wie effizient arbeitet die Brause in Ihrer Dusche? Die Unterschiede sind gewaltig: Angefangen bei sparsamen Varianten mit 6 Liter pro Minuten bis hin zu 10 Liter oder mehr. Machen Sie den Eimertest: Lassen Sie das Wasser voll aufgedreht 30 Sekunden in einen Eimer laufen. Sind jetzt mehr als 4 Liter drin (also 8 Liter pro Minute), tauschen Sie den Duschkopf am besten gegen einen sparsameren aus. Das spart bei einem Vierpersonenhaushalt bis zu 500 Euro pro Jahr. 

Austauschen lohnt sich: Mit einem smarten Duschkopf lässt sich der jährliche Wasserverbrauch um etwa 20 Prozent reduzieren. © Google © Google

Tipp 3: Wasser zwischendurch abschalten

Die Naturkosmetik-Marke “Stop the water while using me!” ist durch dieses Prinzip bekannt geworden. Auf jeder Verpackung der Seifen, Cremes etc. steht nämlich, dass das Wasser während des Einseifens getrost abgedreht werden kann. Beim Zähneputzen sollte es schon selbstverständlich sein, doch auch beim Händewaschen oder unter der Dusche lohnt sich der Extra-Griff zum Wasserhahn.

Tipp 4: Stopp-Taste bei der Toilette

Bei der Toilettenspülung lässt sich aber nun wirklich kein Wasser sparen? Stimmt nicht, denn der Anteil von 27 Prozent am Trinkwasserverbrauch, den die Toilettenspülung ausmacht, lässt sich durchaus senken. Viele öffentliche sowie private Toiletten haben eine Stopp-Taste, die den Wasserzulauf unterbricht. Diese Maßnahme kann schon viel Wasser sparen, allerdings funktioniert das nicht bei allen Modellen.

Tipp 5: Waschmaschine komplett befüllen

Eine moderne Waschmaschine verbraucht etwa 50 Liter pro Waschgang. Ist die Trommel nur zur Hälfte befüllt, reduziert sich der Verbrauch leider nicht. Insofern gilt das Prinzip, die Maschine erst dann zu starten, wenn sich genug Wäsche angesammelt hat. Wer hierbei noch Energie sparen will, wäscht bei höchstens 60 Grad und lässt die Vorwäsche weg.

Sparfaktor Energie: Die Waschmaschine bei 30 Grad statt 90 Grad laufen zu lassen, verbraucht ganze 90 Prozent weniger Energie. © Google © Google

Tipp 6: Vollbad als Ausnahme

Ein warmes Schaumbad bedeutet für viele Entspannung pur. Zugunsten des Klimaschutzes und des Geldbeutels sollten Vollbäder jedoch die Ausnahme bleiben. Je nach Größe und Form der Badewanne sind nämlich 180 bis 200 Liter dafür notwendig. Zieht man zum Vergleich einen durchschnittlichen Duschkopf heran, ergibt sich bei einer fünfminütigen Duschzeit ein Verbrauch von maximal 75 Litern.

Sprit sparen leicht gemacht

Tachometer im Auto
Erstaunlich: Langsam fahren reduziert nicht unbedingt den Spritverbrauch. © pxhere

Auch wenn die Spritpreise schwanken – mittelfristig geht’s wohl eher nicht nach unten. Das macht Autofahren immer teurer. Die gute Nachricht: Egal, ob Sie einen winzigen Hybrid- oder einen Drei-Tonnen-SUV fahren: Die Chancen stehen gut, dass Sie aus jedem Liter Kraftstoff mehr Reichweite herausquetschen. Dabei schont eine effiziente Fahrweise nicht nur Geldbeutel und Umwelt, es kann sogar Spaß bringen. Zum Beispiel wenn Sie erneut einen Reichweitenrekord mit nur einer Tankfüllung aufgestellt haben. Diese Tipps rund ums Sprit sparen helfen Ihnen dabei.

Tipp 1: Richtig auf Ampeln zufahren

Sie fahren auf eine rote Ampel zu. Preisfrage: Welche Aussage stimmt?

  • Möglichst schnell auskuppeln.
  • Kleiner Gang rein und Motorbremse.
  • Einfach Gas wegnehmen und so lange wie möglich im Gang bleiben.

Antwort: Mit Variante 3 sind Sie am sparsamsten unterwegs.

Tipp 2: Früh hochschalten

Moderne Motoren kommen mit niedrigen Drehzahlen problemlos zurecht. Also: Möglichst früh hochschalten, etwa bei 2.000 U./min und erst dann herunterschalten, wenn der Motor zu brummen beginnt. Beachten Sie auch die Verbrauchs- und Schalttipps Ihres Autos, falls vorhanden. Die gute Nachricht: Sie dürfen sogar kräftig Gas geben, solange Sie frühzeitig hochschalten.

Ganghebel im Auto
Wer früh hochschaltet, darf sogar richtig Gas geben. © Pxhere

Tipp 3: Faktor Geschwindigkeit

Je schneller Sie fahren, desto höher der Spritverbrauch? Stimmt nicht ganz. Am effizientesten fährt Ihr Auto zwischen 60 und 90 Stundenkilometern. Denn der Verbrauch ist im höchsten Gang bei möglichst niedriger Drehzahl am geringsten. Ab 90 km/h gilt dann aber tatsächlich: Je schneller, desto höher. Denn dann nimmt der Windwiderstand exponentiell zu.

Tipp 4: Reifendruck prüfen

Nicht ausreichend aufgepumpte Reifen weisen einen höheren Rollwiderstand auf. Das bedeutet, dass der Motor härter arbeiten muss, um Ihr Auto in Bewegung zu halten. Der Spritverbrauch steigt dadurch um bis zu zehn Prozent. Außerdem steigen Unfallrisiko und Verschleiß. Also: Reifendruck regelmäßig kontrollieren und gegenüber der Werksangabe leicht erhöhen, idealer Weise um rund 0,3 Bar.

Tipp 5: Kurzstrecken vermeiden

Kurz Brötchen beim Bäcker um die Ecke mit dem Auto holen? Oder ins Nahe Fitnessstudio fahren? Keine gute Idee. Kurzstrecken erhöhen den Verbrauch besonders stark. Denn: Der Verbrauch in der Startphase ist mit bis zu 30 l/100 km außerordentlich hoch. Zudem verschleißt der Motor schneller, da das Öl nicht auf Temperatur kommt. Nehmen Sie falls möglich besser das Fahrrad oder gehen zu Fuß.

Tipp 6: Keine Premiumkraftstoffe kaufen

Senken Premium-Kraftstoffe wie „V-Power“ und „Ultimate“ den Verbrauch? Kaum. Untersuchungen haben ergeben, dass die Unterschiede zu normalem Sprit kaum messbar sind. Den Mehrpreis sind sie daher nicht wert.



Tipp 7: Ballast abwerfen

Zählen Sie zu den Menschen, die ihr Auto mit allem möglichen Zeug vollstopfen und bei denen es aussieht wie in einer Rumpelkammer? Das ist nicht nur eklig, sondern auch teuer. Faustregel: 100 kg weniger Gewicht entsprechen rund einem Liter weniger Verbrauch. Also: Regelmäßig Innen- und Kofferraum auf überflüssige Gegenstände prüfen. 

Tipp 8: Dachträger abmontieren

Vom Sommerlaub ist noch der Dachträger dran? Oder die Ski-Box aus dem Winterurlaub? Bitte schnell abmontieren. Solche Aufbauten wirken sich negativ auf den Luftwiederstand aus und erhöhen dadurch den Verbrauch.  Selbst ein unbeladener Heckträger erhöht beispielsweise bei Tempo 100 den Spritverbrauch um rund 20 Prozent.



Tipp 9: Klimaanlage runterregeln

Sie sollen bei hohen Temperaturen nicht übermäßig schwitzen. Aber vielleicht reichen auch mäßige 22 statt arktische 16 Grad für Ihr Wohlbefinden. Denn: Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Auto in der Stadt unterwegs sind, verbraucht Ihr Fahrzeug durch den Einsatz der Klimaanlage bis zu 15 Prozent mehr. Der ADAC rechnet generell – abhängig von Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen, mit einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer.

Klimaanlage im Auto
Die Klimaanlage im Auto hat großen Einfluss auf den Spritverbrauch. © pxhere

Tipp 10: Preise vergleichen

Die beste Strategie beim Tanken zu sparen: Vergleichen! Denn die Preise schwanken abhängig von Tankstelle und Tageszeit extrem. Je nach Uhrzeit und Wochentag können Sie rund 10 Cent pro Liter und mehr sparen. Bei einer Tankfüllung mit 50 Litern ergibt das eine satte Ersparnis von 5 Euro. Wenn Sie fünf Mal pro Monat 50 Liter tanken, ist also eine Ersparnis von bis zu 300 Euro möglich. Einfach machen‘s Spritpreis-Apps fürs Smartphone. Ein kurzer Blick auf den Bildschirm reicht, und Sie wissen, wo es den günstigsten Sprit in der Umgebung gibt. Hintergrund: Tankstellen sind verpflichtet, Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super, Super E10 und Diesel „in Echtzeit” an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zu melden. Diese gibt die Preisdaten an Anbieter von Verbraucher-Informationsdiensten zum Zwecke der Verbraucherinformation weiter.

Google Maps Spritpreise
Google Maps führt Sie auf Wunsch zu günstigen Tankstellen. © IMTEST

Durch einen Trick hilft Ihnen selbst Google Maps beim Sprit sparen und zeigt Ihnen niedrige Benzinpreise in der Umgebung an. Das ist erfreulich einfach:

1. In der Google Maps-App auf Ihrem Smartphone suchen Sie nach „Tankstelle“.

2. Auf der Karte blendet Ihnen die App nun Tankstellen ein, die sich in der Nähe befinden. Neben dem Standort erfahren Sie auch den Preis für einen Liter Super 95.

3. Tippen Sie auf den günstigsten Preis, erscheint unten der Name der Tankstelle, sowie Adresse und Entfernung. Über Route lotsts Sie Google Maps dann zum Ziel.