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Und was ist mit Tee? 6 Wasserkocher im Test

Wasser einfüllen, anschalten, fertig? Welche Modelle mehr bieten, zeigt der Test.

© Philips, IMTEST

Die besten Frühstücks-Sets // IMTEST

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit – weiß der Volksmund. Viele Hersteller bieten daher Sets aus Küchengeräten (Toaster, Wasserkocher, Kaffeemaschine) genau dafür an. IMTEST hatte sechs davon im Test. Das Review klärt, aus welchen Produkten man das beste Set zusammenstellt.

Heißes Wasser kann man natürlich für verschiedenste Zwecke gebrauchen: Babybrei anrühren, Nudelwasser aufkochen oder löslichen Kaffee zubereiten. Doch am häufigsten wird ein Wasserkocher wohl für die Zubereitung von Tee genutzt. Der Deutsche Tee & Kräutertee Verband zählt ihn als zweitbeliebtestes Getränk der Erde auf – nach klarem Wasser. In Deutschland sind Teezubereitungen längst nicht so populär wie Kaffee. Dennoch steigt auch hier der Pro-Kopf-Verbrauch weiterhin an. Im Jahr 2021 trank jeder von uns durchschnittlich 71,5 Liter. Echte Tee-Fans wissen, dass der perfekte Geschmack aber nicht nur vom Tee, sondern auch vom Wasser abhängt. Die Wasserhärte, Mineralstoffe und vor allem die Temperatur sind entscheidend.



Der Test von sechs aktuellen Wasserkochern zeigt, welche Geräte besonders viele Funktionen bieten. Wer im Vergleich bei den Punkten Leistung, Handhabung, Ausstattung sowie Service und Umwelt am besten abschnitt, erfahren Sie im Folgenden.

Wasserkocher im Test: Wie heiß wird es?

Wasser erwärmen konnten im Test alle Geräte. Bei drei Modellen gibt es dafür allerdings nur eine Einstellung, während es bei Krups fünf und bei AEG und Gastroback jeweils sogar 13 Temperaturschritte zur Auswahl gibt. So kann die Endtemperatur, je nach Verwendungszweck, stufenweise zwischen 40 und 100 Grad Celsius festgelegt werden. Das kann zum Beispiel für die Zubereitung von Babynahrung oder auch von grünem Tee sehr praktisch sein.

Wärmebild eines Severin-Wasserkochers
Die Bosch-Wärmebildkamera zeigt im Labortest, wie heiß die Wasserkocher (hier: Severin) außen werden können. © IMTEST

Die meisten Wasserkocher wurden im IMTEST-Labor übrigens nicht nur von innen warm. Die Geräte ohne Isolierung waren am Ende des Kochvorgangs außen fast genauso heiß wie das gekochte Wasser. Das behindert bei der Benutzung, denn zum Ausgießen kann man dadurch die zweite Hand nicht als Stütze nehmen. Nur bei Gastroback und Krups kann man nicht nur den Griff, sondern auch den restlichen Wasserkocher sicher anfassen.

Die Testergebnisse im Detail

Wasser erhitzen: Wie viel kostet es?

Die Zubereitungsdauer hat einen entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch und hängt natürlich von der Wassermenge ab. Zum besseren Vergleich wurde deshalb im Labortest in allen Testkandidaten gleich viel Wasser gekocht. Besonders schnell war dabei der Severin WK 3417 fertig. Er brauchte für 0,7 Liter entsprechend nur zwei Minuten und elf Sekunden, was circa 70 Wattstunden Energie benötigt. Beim derzeitigen Energiepreis von 48 Cent pro Kilowattstunde liegen die Kosten für eine Tasse Tee also bei 1,2 Cent.

Energiekosten von Wasserkochern
Energiekosten der getesteten Wasserkocher im Überblick – jeweils für eine Menge von 250 Millilitern, also ungefähr einer Tasse. © IMTEST

Der Wasserkocher von Philips kochte trotz höherer Leistungsaufnahme im Betrieb hingegen fast dreieinhalb Minuten. Die Energiekosten liegen dadurch bei 2,0 Cent pro Tasse. Im Vergleich zu anderen Erhitzungs-Methoden ist das allerdings immer noch wenig. Ein Glas Wasser in der Mikrowelle zu erhitzen, benötigt im Durchschnitt 53 Wattstunden und auf dem Herd sogar fast 80. Die Kosten liegen dort also zwischen 2,5 und 3,7 Cent pro Tasse Tee.

Auch die Zeit zwischen Aufkochen und Abschalten ist für den Energieverbrauch wichtig. Während das Gerät von Gastroback im IMTEST Labor nahezu zeitgleich zum hörbaren Blubbern abschaltete, kochten die Geräte von WMF und Philips unnötigerweise noch fast eine Viertelminute weiter, was im Umkehrschluss zu einem höheren Stromverbrauch führt.

Welcher Wasserkocher hält am besten warm?

Bei drei der getesteten Modelle gibt es eine Warmhaltefunktion. Bei Krups und Gastroback sind zudem die Kannen mit einer Isolation ausgestattet. Dadurch können die beiden Geräte, wie bereits gesagt, auch von außen ohne Verbrennungsgefahr angefasst werden. WMF, Severin und Philips bieten hingegen keine der beiden Funktionen an.
Das fehlende Warmhalten kann allerdings auch als sparsam gesehen werden. Denn viel Wasser aufzuheizen und warm zu halten, kostet mehr Energie, als die passende Menge für den direkten Verzehr zuzubereiten. Wer ein Leistungsmessgerät oder eine Power Station mit Ausgangs-Anzeige zu Hause hat, kann das selbst einmal nachvollziehen.

Wasserkocher im Test mit angeschlossener Power Station
Ordentlich Power benötigen viele Wasserkocher. Zum Beispiel mit einer Power Station kann man das verdeutlichen. © IMTEST

Fazit

Der Gastroback Design Wasserkocher Advanced Thermo bietet die beste Kombination aus Funktionen, kurzer Aufkochzeit sowie guter Isolierung und konnte sich daher als Testsieger durchsetzen. Das Gerät von Krups schnitt im Test ebenfalls gut ab, kostet aber nur knapp die Hälfte und ist deshalb der Preis-Leistungs-Tipp. Insgesamt auch auf eine gute Gesamtnote kam das Modell von AEG, die Wasserkocher von Philips, WMF und Severin erreichten hingegen alle drei nur ein „befriedigend“.



Weitere Frühstücks-Sets im Test

Neben Wasserkochern waren bei IMTEST noch weitere Küchengeräte auf dem Prüfstand. Zu den anderen Vergleichstests geht es hier:


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