Unterwegs mit Wasserstoff: der Defender mit Brennstoffzelle. © Jaguar Land Rover

Der Offroad-Klassiker Land Rover Defender soll bald nachhaltig durchs Gelände poltern: Der Hersteller Jaguar Land Rover entwickelt nämlich ein Fahrzeug wasserstoffbetriebenem Brennstoffzellenantrieb. Technische Einzelheiten ließ der Hersteller noch nicht verlauten. Das Fahrzeug soll aber eine große Reichweite, Zugvermögen und Geländetauglichkeit miteinander vereinen. Die Tests mit dem Brennstoffzellen-Defender sollen planmäßig noch Ende 2021 beginnen.

Neuer Defender: Land Rover will weniger Emissionen

“Wir sind uns bewusst, dass Wasserstoff eine wichtige Rolle im Antriebsmix der Zukunft spielt – und zwar über die gesamte Auto- und Transportindustrie hinweg”sagte Ralph Clague, Leiter der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bei Jaguar Land Rover. “Neben batterieelektrischen Modellen bieten wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge eine weitere emissionsfreie Lösung für die besonderen Fähigkeiten und Anforderungen der hochentwickelten Modellpalette von Jaguar Land Rover.”

Neben einem Ausblick auf den neuen Defender gibt Jaguar Land Rover auch eine Nachhilfestunde in Sachen Brennstoffzellenantrieb. © Jaguar Land Rover

Brennstoffzelle bisher abgehängt

Brennstoffzellen-Pkw sind vergleichsweise selten zu finden. Der Defender mit Wasserstoffantrieb wäre aktuell nur eines von drei Serienfahrzeugen, nach dem Toyota Mirai und den Hyundai Nexo. Hersteller wie Mercedes wollen nach eigenen Angaben künftig nur noch Lkw mit Brennstoffzelle bauen. Ein SUV in der Größe des Defender sei allerdings bestens für die Antriebsart geeignet, so Land Rover. Denn besonders größere Fahrzeuge mit höherer Reichweite profitieren von der Technologie.

Der Defender mit wasserstoffbetriebener Brennstoffzelle entsteht im Rahmen der Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien bei Jaguar Land Rover. Zusammengefasst sind die Bemühungen im sogenannten „Project Zeus“. Das Vorhaben soll Ingenieuren und Entwicklern neue und tiefere Einblicke in den Wasserstoff-Antrieb ermöglichen und so etwa die Reichweite oder die Betankung verbessern. Letztere steht noch vor einem Problem, das auch Besitzer von Elektrofahrzeugen nur zu gut kennen: Die Tank-Infrastruktur ist noch nicht ausreichend ausgebaut, ein Wasserstoff-Fahrzeug für Privatpersonen in Deutschland daher geradezu unbrauchbar.