Trinkwasserfilter-Systeme gibt es in verschiedenen Ausführungen: Beispielsweise als Tischwasserfilter, als Wasserbar oder auch direkt in Trinkflaschen und Wasserkaraffen. Alle Varianten haben dabei eines gemeinsam: Sie sorgen für sauberes Trinkwasser, das Sie sorgenfrei genießen können. Infos zu Produkten, deren Funktionsweisen und wo sie zu welchen Preisen erhältlich sind, finden Sie im Folgenden.

Sind Trinkwasserfilter-Systeme überhaupt notwendig?

Fest steht: Das Wasser, das hierzulande aus der Leitung kommt, entspricht hohen Qualitätsanforderungen der Trinkwasserverordnung und ist deshalb grundsätzlich sicher und bedenkenlos als Trinkwasser zu verwenden.

Tatsache ist aber auch, dass die Wasserhärte je nach Region unterschiedlich sein kann. Hartes, also besonders kalkhaltiges Wasser, entsteht beim Durchfluss des Wassers durch Böden und/oder Grundwasserleitungen. Kalk behindert wiederum die Wärmeleitung und sorgt, wenn er sich in Haushaltsgeräten (Wasserkocher, Kaffeemaschine, Waschmaschine, Geschirrspüler etc.) absetzt, für einen höheren Energieverbrauch und führt im schlimmsten Fall sogar zum Defekt.

Die Wasserhärte wird in Deutschland in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben und unterteilt in weich, mittel und hart:

  • Bei 0 bis 8,4 °dH gilt das Wasser als weich
  • Bei 8,4 bis 14 °dH als mittel
  • Ab 14 °dH handelt es sich um hartes Wasser

Aber nicht nur Kalk kann ein Problem sein: Wasserleitungen in Häusern sind hin und wieder veraltet und geben so in manchen Fällen Partikel an das durchströmende Wasser ab.

Neben mechanischen Partikelfiltern, die sich direkt hinter der Wasserzähleranlage befinden und den Zweck haben, gelegentlich mitgeführte kleine Feststoffpartikel herauszufiltern, gibt es deshalb zusätzliche Arten der Wasseraufbereitung für den Genuss von Trinkwasser. Diese Trinkwasserfilter-Systeme sind als ergänzende Maßnahme zu betrachten.



Leitungswasser genießen: Das bewirken Filterkartuschen

Sollten Sie auf der einen Seite nicht gern Wasser direkt aus der Leitung trinken, auf der anderen aber auch nicht unbedingt schwere Wasserkästen schleppen wollen, kann ein Trinkwasserfilter-System eine sinnvolle Alternative sein. Von der Funktionsweise sind diese meist ähnlich: Eine Filterkartusche hält mithilfe von ultrafeinem Gewebe zunächst Grobpartikel zurück, welche beispielsweise in alten Leitungen vorkommen können. Außerdem sorgen Ionenaustauscher-Perlen für eine Enthärtung des Wassers, verhindern somit eine schnelle Verkalkung und schützen Ihre Küchengeräte – sofern Sie diese mit dem gefilterten Wasser befüllen. Enthaltene Aktivkohle bindet darüber hinaus Chlor und andere Stoffe, die den Geschmack stören könnten. Im Folgenden sind noch einmal die wichtigsten Vorteile der Wasser-Filtration im Überblick aufgeführt:

  • Weniger Kalk: Besserer Schutz von Küchengeräten
  • Umweltschutz: Weniger Einwegplastik (Wasserflaschen)
  • Besserer Geschmack von Wasser aber auch Tee und Kaffee


Tischwasserfilter mit Wechsel-Kartuschen

Tischwasserfilter mit Kartuschen gibt es beispielsweise von der auf Filtersysteme spezialisierten Marke BRITA. Ein Starterset inklusive des beliebten Modells Marella, das mit weißem oder grauem Deckel verfügbar ist, sowie sechs MAXTRA-Filterkartuschen kommt, ist aktuell bei Amazon erhältlich. Dank Memo-Anzeige werden Sie daran erinnert, wann ein Wechsel der Kartusche nötig ist. Je nach Wasserbedarf ist dies nach etwa vier Wochen der Fall, sodass Sie mit dem Startpaket rund sechs Monate auskommen sollten.

  • Gesamtvolumen: 2,4 Liter (1,4 Liter Filtervolumen)
  • Inkl. 6x MAXTRA+ Filterkartuschen
  • Filterkapazität pro Kartusche: ca. 4 Wochen
  • Mit Memo-Anzeige
Trinkwasserfilter-Systeme: Befüllen des Tischwasserfilters von BRITA
Tischwasserfilter können meist über einen Klappdeckel befüllt werden. © BRITA

Ein weiteres Modell stammt von der Marke BWT: Den Tischwasserfilter Penguin gibt es mit dunkelblauem, auberginefarbenem oder weißem Deckel und Einsatz. Hier wird das Wasser während des Filtervorganges von Kalk und Schwermetallen befreit und dieses wiederum mit dem Mineralstoff Magnesium angereichert.

  • Gesamtvolumen der Kanne: 2,7 Liter (ergibt 1,5 Liter gefiltertes Wasser)
  • Inkl. 1x Magnesium-Mineralized-Kartusche
  • Filterkapazität pro Kartusche: ca. 4 Wochen (ca. 120 Liter)
  • Mit elektronischer Wechselanzeige

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Wasserfilter XXL: Trinkwasserspender mit und ohne Wasseranschluss

Wem Tischwasserfilter zu klein und von den Funktionen her nicht umfangreich genug sind, der sollte über den Kauf eines Trinkwasserspenders mit mehr Kapazität nachdenken. Diese gibt es sowohl in mobiler Form ohne Wasseranschluss als auch leitungsgebunden.

Ein mobiles Modell ist beispielsweise der Aqua Optima Lumi, welcher sowohl gefiltertes als auch gekühltes Wasser ausgeben kann – für letzteres muss der Spender allerdings an eine Steckdose angeschlossen werden.

  • Gesamtwasserkapazität: 8,2 Liter
  • Volumen interner Kaltwassertank: 0,8 Liter
  • Gekühltes Wasser (12 °C)  in 30 Minuten
  • 5-Stufen-Filtration (Evolve-Kartusche): reduziert Mikroplastik, Chlor, Kalk, Herbizide, Pestizide, Blei, Schwermetalle
BRITA yource pro top Wasserbar
Die große Wasserbar von BRITA bietet besonders viele Funktionen, benötigt aber einen Wasseranschluss. © BRITA

Ein etwas aufwendiger zu installierender Wasserspender, der dafür aber auch im Stande ist, kohlensäurehaltiges Trinkwasser zu liefern, ist die BRITA Wasserbar yource pro top, die an die Wasserleitung angeschlossen werden muss. Sowohl ungekühltes als auch gekühltes, gefiltertes Wasser in still oder sprudelnd ist kein Problem.

Ausgabemenge und Temperatur sind bei der Premium-Wasserbar konfigurierbar. Neben dem Auftischgerät besteht das System des Weiteren noch aus einem CO2-Zylinder und einem BRITA-Filter. Je nach Bedarf können unterschiedliche Filterkartuschen integriert werden: Der Filter A 1000 ist für Haushalte mit Wasserenthärtungsanlage und die Zubereitung von Kaltgetränken gedacht, die Kartusche P 3000 S als Kombifilter für gekühltes Wasser sowie Heißgetränke wie Tee und Kaffee oder zum Kochen.

  • Still-, Medium- und Classic-Wasser (individueller Sprudelgrad)
  • Ungekühltes oder gekühltes Wasser (4 °C, 6 °C, 8 °C oder 10 °C)
  • Kombi-Filter individuell einstellbar
  • Mit Filter-Wechselanzeige


Küchenarmaturen mit Filter

Eine besonders smarte Lösung für gefiltertes Wasser sind Küchenarmaturen mit Filterfunktion, die den vorhandenen Wasserhahn ersetzen. Diese sind direkt mit einem austauschbaren Filter verbunden, der unter der Spüle angeschlossen wird. Hier bieten beispielsweise GROHE (Blue Pure) oder BRITA (mypure) entsprechende Lösungen an. Die Küchenarmaturen verfügen meist über mehrere Wasserführungen, sodass sowohl normales Leitungswasser als auch gefiltertes Wasser gezapft werden kann.

  • Ersetzt vorhandene Armatur
  • Einfache DIY-Installation
  • Gefiltertes Wasser direkt aus dem Wasserhahn
Trinkwasserfilter-Systeme: Gefiltertes Wasser aus GROHE-Armatur
Über Armaturen mit Wasserfilter lässt sich in den meisten Fällen sowohl gefiltertes als auch ungefiltertes Wasser entnehmen. © GROHE

On-Tap-Wasserfilter zur Montage direkt am Wasserhahn

Noch etwas günstiger: On-Tap-Wasserfilter eignen sich, falls der vorhandene Wasserhahn nicht unbedingt ersetzt werden soll und lassen sich direkt an diesen montieren. Die Filtersysteme gibt es von unterschiedlichen Herstellern: Beispielsweise von Philips für knapp 25 Euro oder von BRITA für knapp 50 Euro.

  • Leichte Installation auf existierender Armatur
  • Filterung, sobald der Wasserhahn aufgedreht wird
  • Mit Brausefunktion zum Waschen von Lebensmitteln und Gemüse

Trinkflaschen mit Wasserfilter

Und zu guter Letzt gibt es mit Trinkflaschen, die einen integrierten Filter haben, noch eine praktikable Lösung für unterwegs. Natürlich bietet BRITA auch hier entsprechende Produkte an, aber auch andere Marken sind mit dabei.

  • Austauschbarer Filter meist im Mundstück integriert
  • Leicht zu transportieren
  • Ideal für Reisen, Wanderungen, Camping usw.

Zum Schluss sei unbedingt noch darauf hingewiesen, dass Filter und Filterkartuschen entsprechend regelmäßig gewechselt werden müssen, da diese ansonsten Keime und Erreger an das Wasser abgeben könnten, die gesundheitsschädlich sein können. Die gesundheitsfördernde Wirkung wäre damit dahin.

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