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Strom wird teurer: Die 50 besten Energiespar-Tipps

Die Energiekosten steigen, aber mit einigen einfachen Tricks kann man Ausgaben für Benzin, Strom und Wasser senken.

© Getty Images, Pexels: Gustavo Ring, Rodnae Productions

Strom und Energie werden wieder teurer. Faktoren wie die Energiewende tragen einen großen Teil dazu bei. Strom kostet beispielsweise im Schnitt über 29 Cent pro Kilowattstunde. 1988 waren es noch rund 17 Cent – das entspricht einem Anstieg von über 70 Prozent. Die Pessimisten unter den Experten rechnen zudem damit, dass die Preise bis 2025 erneut um bis zu 70 Prozent steigen. IMTEST hat 50 praktische Tipps zum Strom- und Energiesparen, damit die Haushaltskasse keinen Totalschaden erleiden muss.

Strom sparen: Bequemlichkeit kostet Hunderte Euro 

Doch was soll man machen? Weniger kochen, Wäsche waschen oder staubsaugen? Das ist nicht praktikabel. Viel effektiver ist, an anderen Stellschrauben zu drehen. Vermeidbar sind beispielsweise unnötiger Standby-Verbrauch und Leerlaufzeiten, die ebenfalls einen großen Teil der Stromrechnung ausmachen.

Achten Sie auf Ihren Energieverbrauch und befolgen Sie so viele Tipps wie möglich, um Strom zu sparen! Selbst wenn Sie nur die Hälfte befolgen, können Sie bereits erhebliche Energieeinsparungen erzielen!

Dies sind einige Energiespartipps, die Ihnen helfen werden, Ihre Stromrechnungen das ganze Jahr über zu senken. Fangen Sie noch heute an, Energie zu sparen – für sich selbst und für die Umwelt, in der Sie leben!

Die besten Tipps um Strom zu sparen

Strom: Glühbirnen in einer Reihe.
Im November können sich Verbraucher günstige Deals sichern. © Rodolfo Clix / Pexels

Wir alle verbrauchen Strom. Die elektrische Energie befeuert unsere Fernseher, unsere Computer und unsere Lampen. Viele Energiefresser verbergen sich aber, so dass man sie nicht sofort auf dem Schirm hat: Etwa der Durchlauferhitzer für warmes Wasser, der dauerhaft laufende Kühlschrank oder das eingesteckt bleibende Netzteil vom Handy. Die folgenden Tipps erklären, wie Sie die Stromschlucker ausfindig machen und beseitigen.

Tipp 1: Standby vermeiden

Geräte per Ausschalter oder schaltbarer Steckdose vom Strom zu trennen, spart pro Jahr auf jeden Fall jede Menge. Ein typisches Beispiel sind USB-Ladegeräte fürs Smartphone, die kaum einer ausstöpselt. Was kostet diese Bequemlichkeit? Moderne Ladegeräte dürfen nach der Ökodesign-Richtlinie nicht mehr als 0,3 Watt ziehen. Nicht gerade viel, aber wenn das rund um die Uhr geschieht, summiert sich der Stromverbrauch auf 2,62 kWh pro Jahr. Das erzeugt bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde immerhin Kosten in Höhe von 79 Cent.

Deutlich schlechter sieht die Bilanz bei älteren Geräten aus. Betagte Stereoanlagen verbrauchen im Stand-by beispielsweise rund 15 Watt. Aufs Jahr gerechnet ergibt das dann plötzlich einen Verbrauch von 131,04 kWh oder Stromkosten in Höhe von 39,31 Euro. Kurzum: Es lohnt sich nahezu jedes Gerät vom Strom zu trennen, egal ob smarten Lautsprecher (bis zu 8 Watt), Fernseher (bis zu 14 Watt) oder Computer (bis zu 10 Watt). Ihren jährlichen Stromverbrauch können Sie unter diesem Link selbst berechnen.

Tipp 2: Geschirrspüler statt Handspülen

Normaler Weise kostet der Einsatz von Maschinen und anderen Geräten zusätzlich Energie. Für moderne Geschirrspüler gilt das allerdings nicht. Laut BMWi spart die Reinigung des Geschirrs per Geschirrspülmaschinen sowohl Strom als auch Wasser. Ist die Maschine voll beladen, spricht das Ministerium im Vergleich zur Handwäsche von bis zu einem Drittel weniger Strom und fast die Hälfte weniger an Wasser. Bei einer Studie, die die Universität Bonn durchführte, zeigte sich sogar ein noch größeres Sparpotential.

Demnach verbraucht Geschirrabwasch per Hand durchschnittlich 46 Liter Warmwasser, also dreimal so viel wie die Reinigung derselben Menge Geschirr im Geschirrspüler (15 Liter). Wichtig: Spülmaschine stets komplett gefüllt einschalten und am besten das Öko-Programm nutzen. (Das spart 110 Euro pro Jahr / Quelle: Bild). Zwar dauert dies in der Regel länger, allerdings beträgt die Wassertemperatur lediglich 40 anstatt 60 Grad. Das spart zusätzlich Strom. Wichtig aber: Einmal pro Monat die Spülmaschine mit 65 Grad laufen lassen, um Fettablagerungen und somit Defekten vorzubeugen.

33 Prozent weniger Wasser und 50 Prozent weniger Energie verbrauchen Spülmaschinen im Gegensatz zum Spülen per Hand. © Google © Google

Tipp 3: Die richtige Temperatur für Kühlschrank und Tiefkühltruhe

Die gewählte Temperatur im Kühlschrank hat einen großen Einfluss auf den Stromverbrauch: Im Normalfall sind 7 Grad im oberen Fach vollkommen ausreichend. Senken Sie die Temperatur um nur 1 Grad, steigt der Stromverbrauch um rund 6 Prozent. In Zahlen: Angenommen, der Kühlschrank verbraucht bei 7 Grad 80 Wh, erhöht sich der Stromverbrauch auf 85 Wh. Das macht dann 742,56 kWh pro Jahr statt 698,88 kWh, oder eben 13 Euro höhere Stromkosten (222,77 statt 209,66 Euro). Als optimale Temperatur für die Gefühltruhe gilt minus 18 Grad.

Tipp 4: Nicht zu heiß waschen

Moderne Waschmaschinen samt entsprechender Waschmittel sind so leistungsfähig, dass die die Wäsche selbst bei moderaten Temperarturen sauber bekommen. Dazu reicht in der Regel ein Programm ohne Vorwäsche zwischen 30 und 40 Grad. Dazu müssen Sie wissen: Eine Waschmaschine verbraucht im Waschgang bei 40 Grad (ca. 400 Wh) ungefähr doppelt so viel Strom wie bei 30 Grad (ca. 200 Wh), bei 60 Grad das Fünffache (ca. 1 kWh) und bei 90 Grad sogar das neunfache (ca. 1,8 kWh) wie bei 30 Grad.

Strom: Waschmaschine wird befüllt.
Auch beim Waschen von Wäsche lässt sich Energie sparen. © Polina Tankilevitch / Pexels

Das bedeutet, dass Sie durch das Waschen bei niedriger Temperatur eine ganze Menge Strom sparen können. Ein Rechenbeispiel: Sie waschen fünfmal pro Woche eine Ladung bei 30 Grad (Dauer 2 Stunden). Das macht 104,00 kWh oder 31,20 Euro. Erhöhen Sie die Temperatur auf 60 Grad, steigt der jährliche Stromverbrauch auf 520,00 kWh beziehungsweise 156 Euro. Abstriche bei der Hygiene müssen Sie durch niedrige Waschtemperaturen nicht befürchten. Entgegen der landläufigen Meinung sorgen moderne Maschinen auch bei 30 und 40 Grad für restlose Sauberkeit. Ausnahmen: Unter- und Bettwäsche.

Tipp 5: Wäscheleine statt Trockner

Wäsche trocknet auf dem Balkon, im Bad oder im Keller viel effizienter als im Trockner. Selbst moderne Wärmepumpentrockner der Energieeffizienzklasse A verbrauchen rund 1,5 kWh pro Trocknungszyklus. Bei 5 Trocknungszyklen à 1 Stunde pro Woche und einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde ergibt das Stromkosten in Höhe von 117 Euro pro Jahr (390,00 kWh   ). Bei älteren Kondensationstrocknern liegt der Stromverbrauch dagegen bei um die 3,5 kWh. Bedeutet: Bei gleichem Einsatz Stromkosten in Höhe von 273 Euro (910,00 kWh). Falls möglich, den Trockner also so selten wie möglich nutzen. Und wenn, nur voll beladen, mit möglichst geringer Restfeuchte und gereinigtem Flusensieb anschmeißen.

Tipp 6: Licht: Einfach mal abschalten

Im Durchschnitt gehen rund fünf Prozent des Stroms aufs Konto der Beleuchtung. Trotzdem haben immer noch nicht alle verinnerlicht, beim Verlassen eines Raums stets auch das Licht auszuschalten. Dabei ist das nur ein Handgriff und spart gut und gerne 30 Euro pro Jahr. Rechnung: Bei einer vierköpfigen Familie in einem Einfamilienhaus (ohne elektrische Warmwasseraufbereitung) liegt der Durchschnittsstromverbrauch Strom bei 4.000 Kilowattstunden pro Jahr, also 200 kWh fürs Licht. Wird dieser Wert halbiert, ergibt sich eine Ersparnis von 100 kWh, was bei einem Strompreis von Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde ziemlich genau 30 Euro ausmacht.

Tipp 7: Fernseher: Besser eine Nummer kleiner

Fernseher im Zimmer.
Bei Fernsehern tut es auch ein kleineres Gerät. © Lisa Fotios / Pexels

Keine Frage, eine dicke Glotze macht was her. Ein Modell mit 130 Zentimetern Bildschirm- Diagonale verbraucht aber rund das Vierfache im Vergleich zu einem mittelgroßen Fernseher mit 70 Zentimetern. Der Zusammenhang zwischen Größe und Verbrauch gilt für alle Technologien (Röhre, Plasma und LCD). Denn die doppelte Bildschirmdiagonale ergibt automatisch eine vierfache Bildfläche.

Tipp 8: Duschen statt heiß baden

Apropos Hygiene: Eine heiße Badewanne ist zwar schön, ist aber nüchtern betrachtet reiner Luxus. Dazu müssen Sie wissen: Bei Standard-Badewannen beträgt die Füllmenge etwa 150 bis 180 Liter. Nehmen wir 180 Liter bei 40 Grad und nehmen an, dass 12 Liter pro Minute aus der Leitung kommen, braucht es 15 Minuten, bis die Wanne voll ist. Das ergibt pro Wanne einen Preis von rund 2.90 Euro nur für Strom. Zum Vergleich: Eine fünfminütige Dusche bei gleicher Temperatur schlägt mit ungefähr 1 Euro zu Buche, kostet also nur ein Drittel. Zum Duschrechner gelangen Sie hier.

Tipp 9: Hände mit kaltem Wasser waschen

Wie eingangs erwähnt, wird zur Erwärmung von Wasser Energie benötigt. Solange sich noch keine kühlen Herbsttage angekündigt haben, ist es möglich, sich die Hände einfach mit kaltem Wasser zu waschen. Einfache Änderung mit großem Effekt.

Tipp 10: Heizlüfter nur im Ausnahmefall einschalten

Heizen mit Strom ist aus verschiedenen Gründen keine gute Idee. Erstens ist Strom im Vergleich zu Gas oder Öl deutlich teurer. Zweitens benötigen Heizlüfter (aber auch Heizlüfter oder Radiatoren) jede Menge davon, in der Regel mindestens 2.000 Watt. Und drittens ist Heizen mit Strom äußerst ineffektiv. Wer den Heizlüfter anschmeißt, um etwa um es im Bad morgens schön warm zu haben oder das Baby zu wickeln, muss dafür entsprechend tief in die Tasche greifen. Eine Stunde Betrieb kostet ca. 60 Cent. Wer während der Heizperiode im Herbst und Winter täglich das Gerät einschaltet, muss mit zusätzlichen Stromkosten von über 218 Euro rechnen (728 kWh).



Tipp 11: Richtig lüften

Während der Heizzeit das Fenster zum Lüften auf Kippe zu stellen, bringt wenig und verschwendet jede Menge Energie – die Heizungskosten steigen dadurch je nach Wohnsituation auf das Doppelte. Besser: Die Fenster freiräumen und die Fenster für wenige Minuten komplett öffnen – rund drei Mal pro Tag ist ausreichend. Je kürzer der Zeitraum, desto weniger kühlt der Raum aus und desto mehr Energie wird gespart. Das kann mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmachen.

Tipp 12: Mit weniger Wasser kochen

Jeder Tropfen Wasser, der beim Kochen weniger erhitzt werden muss, spart jede Menge Energie. So müssen Kartoffeln beispielsweise nicht komplett bedeckt sein, stattdessen reicht ein halbes Glas aus. Die Kartoffeln garen dann im Dampf statt im kochenden Wasser. Auch viele andere Gemüsearten lassen sich auf die Weise schonend zubereiten. Auf diese Weise lassen sich rund 10 Euro pro Jahr sparen.

Tipp 13: Wasserkocher statt Herdplatte

Ein Wasserkocher auf einem Tresen.
Wasserkocher arbeiten Effizienter, als eine Herdplatte mit Topf. © ready made / Pexels

Wasserkocher verbrauchen rund ein Drittel weniger Strom als Herdplatten. Denn das Erhitzen erfolgt direkt und ohne Umwege. Um beispielsweise einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, benötigt ein Wasserkocher lediglich rund 100 Wh Strom gegenüber 150 Wh auf dem Elektroherd. Deshalb Wasser für Tee oder Instantsuppen stets im Wasserkocher erhitzen. Ideal sind Geräte, die sich automatisch abschalten, sobald das Wasser kocht. Das spart rund 10 Euro im Jahr. Übrigens: Das gilt auch für Induktionsherde. Die sind zwar schick und leistungsstark (und teuer), verbrauchen aber nur 20 Prozent weniger Strom im Vergleich zu herkömmlichen Herdplatten. Gasherde arbeiten dagegen äußerst effektiv.

Tipp 14: So viel sparen LED

LEDs-Leuchtmittel verbrauchen im Vergleich zu Leuchtstoffröhren rund 60 Prozent und im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirne bis zu 90 Prozent weniger Strom. Eselsbrücke für den Kauf: Eine LED mit 600 Lumen ist so hell wie eine Glühbirne mit 60 Watt, 1.500 Lumen sind so hell wie eine Glühbirne mit 100 Watt. 

Tipp 15: Nachtmodus beim Router

WLAN-Router wie die Fritz!Box lassen sich so einstellen, dass sich das Funknetzwerk zu bestimmten Zeiten automatisch abschaltet. Das spart Strom und reduziert die Strahlung. Und wenn Sie das WLAN trotzdem brauchen, reicht ein Druck auf die WLAN-Taste an der Fritz!Box und das Funknetzwerk ist in wenigen Sekunden wieder einsatzbereit.

Tipp 16: Mikrowelle statt Herd

Mikrowelle auf Küchenzeile
Bei kleinen Essensmengen haben Mikrowellen Energietechnisch die Nase vorn. © cottonbro / Pexels

Wenn Sie nur eben mal eine Kleinigkeit erwärmen möchten, fahren Sie mit der Mikrowelle günstiger als mit dem Herd. Das empfiehlt auch das Umweltbundesamt. Zwar gelten Mikrowellen nicht als besonders stromsparend, allerdings erhitzen sie kleine Speisemengen wesentlich schneller als ein Herd. Unterm Strich entstehen dadurch niedrigere Stromkosten. Aber: Bei größeren Mengen (> 250 ml) haben Wasserkocher, Herdplatte und Backofen in Punkto Energieverbrauch Vorteile.

Tipp 17: Stromverbrauch messen

Es ist sinnvoll, die größten Stromfresser im Haushalt aufzuspüren und gegebenenfalls durch sparsamere Geräte zu ersetzen. Typische Kandidaten sind alte Trockner, Kühlschränke oder Gefriertruhen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn bei Haushaltsgeräten dienen zur Orientierung lediglich die Energieeffizienzklassen. Eine echte Hilfe sind die aber nicht. Vor allem bei Geräten, die schon seit Jahren in Wohnzimmer, Küche und Keller stehen, ist der Stromverbrauch ohne Hilfsmittel kaum nachvollziehbar. Was also tun?

Sie können den Jahresstromverbrauch leicht selbst ausrechnen, wenn auf Sie auf dem Gerät die Angabe für die Leistungsaufnahme in Watt (W) finden. Online-Rechner wie von Stromverbrauch.info helfen dann diesen Wert in Euro abhängig von Einsatzdauer und Strompreis in Euro umzurechnen. 



Alternativ nutzen Sie ein Strommessgerät oder noch besser eine smarte Steckdose. Ihr Vorteil: Sie messen im Gegensatz zu klassischen Strommessern nicht nur den aktuellen Verbrauch, sondern bereiten die Daten grafisch auf und erstellen auf Wunsch ein Kostenprofil.

Der Einsatz dieser Geräte ist unkompliziert: Einfach zwischen Verbraucher und Steckdose schalten und schon zeigen App oder PC den Stromverbrauch an – auch über Tage und Wochen. Das ist wichtig, denn ein Kühlschrank gibt beispielsweise nicht permanent Vollgas, sondern nur zwischenzeitlich, wenn er die Temperatur herunterkühlt. Damit Sie auch ohne ein Strommessgerät ein Gefühl für Stromkosten entwickeln, hier einige Beispiele, welche Stromkosten bestimmte Geräte ungefähr erzeugen.

Unterhaltung & IT

  • Täglich 1 Stunde Smartphone aufladen: Rund 1 Euro pro Jahr
  • Täglich 1 Stunde Notebook aufladen: Rund 10 Euro pro Jahr
  • Fernseher (100 Watt): Eine Stunde Fernsehen rund 3 Cent

Küche

  • Backofen (2.000 Watt): eine Stunde backen 60 Cent
  • Herd (1.000 Watt): eine Stunde kochen 30 Cent
  • Moderner Geschirrspüler: ein Durchgang im Eco-Programm rund 40 Cent
  • Sparsamer Kühlschrank inklusive Gefrierfach: pro Tag rund 23 Cent

Waschen & Putzen

  • Staubsauger mit 2.400 Watt: Eine Stunde saugen rund 72 Cent
  • Moderner Trockner mit Wärmepumpe: Pro Durchgang rund 45 Cent
  • Waschmaschine (60 Grad / Standardprogramm / 3h): Pro Durchgang rund 63 Cent

Licht & TV

  • Klassische Glühbirne mit 100 Watt: 1 Stunde 3 Cent
  • Energiesparlampe mit 15 Watt: 1 Stunde 0,01 Cent. 

Tipp 18: Nie ohne Deckel kochen

Egal, ob beim Dünsten von Gemüse, beim Kochen von Nudeln, Reis oder Kartoffeln, bei der Zubereitung von Suppen oder Soßen und beim Kochen von Eiern:  Nie ohne Deckel kochen – ansonsten verbrauchen Sie bis zu dreimal so viel Strom.

Kochtopf ohne Deckel
Ein Deckel macht beim kochen mit Topf den Unterschied. © Cats Coming / Pexels

Denn wenn Sie beim Kochen einen Deckel auf Ihre Töpfe oder Kasserollen nutzen, verkürzt sich die Kochzeit dramatisch. Das liegt daran, dass der Deckel die Hitze im Topf hält und sie nicht in die Luft entweicht.  Dadurch wird die zum Garen der Speisen erforderliche Energiemenge deutlich reduziert. Zudem verhindern Sie, dass Sie Ihre Küche unnötig aufheizen.

Tipp 19: Tiefkühltruhe enteisen

Eis in Tiefkühltruhe oder Gefrierfach, dass sich an den Wänden ablagert, wirkt wie ein Isolator und erhöht somit den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent. Spätestens wenn die Eisschicht einen Zentimeter dick ist, sollten Sie abtauen. Dadurch lassen sich 100 Euro und mehr Stromkosten pro Jahr einsparen. Gut zu wissen: Bei Geräten mit „No-Frost-Technik“ ist das nicht nötig, denn bei denen taucht das Problem erst gar nicht auf. 

Tipp 20: Aufs Energielabel achten

Wollen Sie sich ein neues Gerät anschaffen, sollten Sie auf eine sehr gute Energieeffizienzklasse achten. Zusätzlich studieren Sie die Angaben zur Leistung eines Geräts in Watt. Auch wenn es ein wenig mehr kostet, amortisiert sich der Mehrpreis in der Regel nach einiger Zeit. Zudem leisten Sie einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Was Sie aber wissen müssen: Es handelt sich um Herstellerangaben, denen Sie keinesfalls blind vertrauen sollten. Zudem kümmern sich die Hersteller um das Energielabel und stufen ihre Produkte selbst in die entsprechenden Klassen ein. Die Behörden prüfen die angegebenen Werte aber nur selten, so dass es auch hier mitunter zu Missbrauch kommt. Prüfen Sie den Stromverbrauch neuer Geräte also am besten selbst (siehe Tipp X).  

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