Asus ROG Phone 5 vor der Verpackung
© IMTEST

Produktdetails
  • Display: 6,78 Zoll / 2.448 x 1.080
  • 64 Megapixel
  • 10:49 Stunden
  • 1299 Euro (UVP)

Wer es noch nicht weiß: Der Spielemarkt für mobile Spiele wächst drastisch. Die Games reichen von einfachen Rätsel-Spielen über Schweinefarm-Simulatoren bis hin zu anspruchsvollen 3D-Titeln. Gerade letztere brauchen aber auch entsprechend leistungsstarke Technik. Das hat Asus verstanden und reagiert: Mit seiner ROG-Phone-Reihe präsentiert der Hersteller Smartphones für Gamer. Die neuste Generation hat es in sich: Das Herzstück bilden der derzeit schnellste Prozessor, viel Arbeitsspeicher und schneller interner Speicher (UFS 3.1). Das Display erreicht eine Bildwiederholrate von bis zu 144 Hertz und durch zusätzliche Accessoires soll das Spielerlebnis noch weiter verbessert werden. Welche das sind und wie gut sich das Asus ROG Phone 5 im Test schlägt, hat IMTEST herausgefunden.

Asus ROG Phone 5, Pro und Ultimate

Das ROG Phone 5 gibt es in fünf Varianten mit unterschiedlicher Speicher-Ausstattung. Die Pro- und die Ultimate-Edition (getestetes Modell), bringen noch weitere Extras mit, die IMTEST im nächsten Abschnitt “Gaming Features” bespricht.

  • 8 GB Arbeitsspeicher, 128 GB interner Speicher, für 799 Euro (UVP)
  • 12 GB Arbeitsspeicher, 256 GB interner Speicher, für 899 Euro (UVP)
  • 16 GB Arbeitsspeicher, 256 GB interner Speicher, für 999 Euro (UVP)
  • ROG Phone 5 Pro: 18 GB, 512 GB interner Speicher, für 1.199 Euro (UVP)
  • ROG Phone 5 Ultimate: 18 GB, 512 GB interner Speicher, für 1.299 Euro (UVP)

Asus ROG Phone 5: Die Gaming Features

Der Schwerpunkt Gaming wird nicht nur beim Design und der Leistung des ROG Phone deutlich: Schon die Benutzeroberfläche “Apex Galactic Armor” dürfte Gamern mit ihren Animationen und Icons gefallen. Der mitgelieferte Kühler sorgt dafür, dass das Gerät bei längeren Gaming-Sessions nicht überhitzt. Auf der Rückseite angebracht bringt er außerdem zwei zusätzliche Tasten. Touch-Tasten gibt es im Querformat links und rechts im Gehäuserand, ähnlich den Schultertasten eines Controllers. Die Modell-Versionen Pro und Ultimate bringen außerdem weitere Touch-Sensoren auf der Rückseite mit sowie ein zusätzliches Mini-Display, ähnlich wie auf Grafik-Karten von Gaming-PCs. Wem die Bedienfelder nicht ausreichen, kann zum zusätzlich erhältlichen Gamepad greifen, dem ROG Kunai 3. Dazu hat das Gerät einen zweiten USB-C Anschluss an der unteren Seite des Gerätes. Softwareseitig sind weitere Gaming-Extras an Board etwa zur Individualisierung, für Makros oder noch mehr Leistung. Und weil es beim Spielen auch auf kräftigen Klang ankommt, bringen die Stereo-Lautsprecher so satten, räumlichen Sound wie bei keinem anderen bisher getesteten Smartphone.

Asus ROG Phone 5 Unterseite
Im Querformat betrachtet befinden sich weitere Anschlüsse für Zubehör wie den Lüfter oder das Gamepad. © IMTEST
Asus ROG Phone 5 Spielmenü
Das Spielmenü für Einstellungen rund um das ROG Phone lässt sich in jeder Anwendung mit einem Wisch einblenden. © IMTEST

ROG Phone 5 (Ultimate): Gaming-Design

Im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones fällt ROG Phone 5 sofort auf: Es ist groß (173 x 77 x 9.9 mm), schwer (239g) und bunt. Den durchschnittlichen Nutzer wird das vielleicht nicht ansprechen, doch das ROG Phone ist auch nicht für für ihn, sondern primär für Gamer gedacht. Und der Trend, mit leuchtenden LEDs und bunten Designs Spielekonsole oder Gaming-PC – und -Zubehör in Szene zu setzen, nimmt nicht ab. Trotz des verspielten Designs bleibt das Smartphone sachlich: Die Verarbeitung ist hochwertig und robust. So schützt etwa das Display Corning Gorilla Glass Victus, eine der aktuell stabilsten Bildschirm-Verglasungen auf dem Markt.

Asus ROG Phone 5 Rückseite
Game on: Das ROG Phone 5 macht schon mit seinem Gehäuse deutlich, an wen es sich richtet. © IMTEST

Großes, scharfes und flottes Display

Das Display des ROG Phone 5 bietet alles, worauf es beim Spielen ankommt. Es ist mit 6,78 Zoll schön groß, die Auflösung ist mit 2.448 x 1.080 hoch, die maximale Helligkeit mit bis zu 798 Candela pro Quadratmeter hell genug. Die wichtigen Farbräume werden zwar abgedeckt, auch erscheinen die Farben kräftig. Allerdings werden diese, vor allem aus dem erweiterten Farbraum DCI-P3, nicht so präzise dargestellt wie bei den Spitzenmodellen von Samsung, Xiaomi oder Oppo. Die maximale Bildwiederholungsrate von 144 Hertz sorgt für eine flüssige Wiedergabe von Inhalten, was gerade für Handyspiele sehr wichtig ist.

Asus ROG Phone 5 Frontal Display
Das Display des ROG Phone 5 füllt die Front gut aus, ist scharf, hell und bietet starke Kontraste sowie kräftige Farben. © IMTEST

ROG Phone 5: Das leistet das Smartphone

Die Leistungsdaten des ROG Phone 5 lesen sich auf dem Papier fast wie die eines Gaming-PCs. Als Prozessor kommt der derzeit schnellste Prozessor von Qualcomm, der Snapdragon 888 5G, zum Einsatz, zusammen mit 18 Gigabyte sehr schnellem Arbeitsspeicher (LPDDR5). Eine Erweiterung des internen Speichers ist zwar nicht möglich, dafür ist er mit 512 Gigabyte sehr groß bemessen. In den Benchmarks erreicht das Gerät erwartungsgemäß Spitzenwerte. Für viele Online-Spiele wie Call Of Duty Mobile ist auch die Latenz und die Geschwindigkeit der Datenübertragungen wichtig. Hier liefert das ROG Phone 5 gute Werte. Im Hamburger LTE Netz schafft das Gerät bis zu 93 Megabyte pro Sekunde, im neuen und schnelleren 5G Netz sogar bis zu 766 Megabyte pro Sekunde. Im heimischen WLAN schafft das Gerät maximal 316 Megabyte pro Sekunde, getestet im verbreiteten WiFi-5-Standard.

Call of Duty auf dem Asus ROG Phone 5
Spiele in höchster Auflösung und bei maximaler Detail-Stufe: Für das ROG Phone 5 kein Problem. Die Ultraschall-Seitentasten (im Bild links betätigt) reagieren außerdem zuverlässig und sehr schnell. © IMTEST

Große Akku, schnelles Laden

Viel Leistung verbraucht viel Strom: So bringt der Snapdragon 888 zwar ordentlich Geschwindigkeit, sorgt bei vielen Androiden aber auch für leicht kürzere Laufzeiten. Nicht aber das ROG Phone 5, welches im Akkulaufzeit-Test ganze 10 Stunden und 49 Minuten ein Full-HD-Video über einen Server streamen konnte. Mit 6.000 mAh ist der Akku auch üppiger als die meisten der Konkurrenz, allerdings auch schwerer. Der Akku wird mit dem beigelegtem 65-Watt-Netzteil wieder geladen, was im Test lediglich 1:12 Stunden benötigte. In Anbetracht der Größe des Energiespeichers ist das ein guter Wert.

ROG Phone 5: Kameras mit guter Qualität

Eher nebensächlich bei einem Gaming-Smartphone sind die Kameras. Bei dem recht hohen Einkaufspreis möchten Käufer aber trotzdem Kameras erwarten, die mit den Spitzenmodellen der Konkurrenz annähernd mithalten können. Im Testlabor lieferten die Haupt- und Frontkamera zwar gute Ergebnisse, konnten aber nicht mit denen der namenhaften Flaggschiffe mithalten. Die Fotos der 64-Megapixel-Hauptkamera zeigten bei Tageslicht eine gute Bildschärfe und viele Details. Bei wenig Licht kommt starkes Bildrauschen auf. Ähnlich ergeht es der Frontkamera. Der Zoom beschränkt sich auf eine digitale Vergrößerung, die die Bildqualität deutlich verschlechtert. Im Gesamtergebnis liegt die Kameraqualität des ROG Phone 5 Ultimate knapp hinter der des Asus Zenfone 8, das eine kompakte Alternative für alle Nicht-Gamer darstellt.

Asus ROG Phone 5 Kameras
Rückseitig bietet das ROG Phone 5 zwei Kameras: Die Hauptkamera mit Sony-IMX686-Sensor mit 64 MP und eine 13-MP-Ultraweitwinkelkamera, die auch für Makroaufnahmen dient. © IMTEST

FAZIT

Wenn es ausschließlich um das Gaming-Erlebnis geht, bietet Asus mit dem ROG Phone 5 Ultimate das derzeit wohl beste Smartphone auf dem Markt. Hierfür bietet es eine sehr hohe Arbeitsleistung, ein scharfes und flottes Display und einen großen Akku. Die zahlreichen Gaming-Extras im und am Handy erweitern das Erlebnis um spaßige bis sinnvolle Funktionen, wie zum Beispiel das Gamepad. Kritikpunkte sind die etwas schwache Fotoqualität der Kameras, das fehlende drahtlose Laden, sowie eine fehlende Zertifizierung für Staub- und Wasserschutz.

  • PRO
    • Hohe Spiele- und Arbeitsleistung, helles und scharfes Display, großer Akku, schnelles Laden.
  • KONTRA
    • Kein kabelloses Laden, fehlende IP-Zertifizierung, Kameras nicht dem Preis entsprechend

IMTEST Ergebnis:

gut 2,2