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Fotobuch-Anbieter im Test: Top Fotoqualität zum kleinen Preis

Fotobücher versprechen tolle Qualität und immerwährende Erinnerungen. IMTEST hat fünf Fotobuch-Anbieter getestet.

© Dominika Roseclay / Pexels

Sei es die Hochzeit, eine unvergessliche Auslandsreise oder das Heranwachsen der Kleinen: Fotos liefern die schönsten Erinnerungen an die wichtigsten Momente im Leben. Und solche Momente verdienen einen Ehrenplatz. Mit welchem Fotobuch die Erinnerungen stets frisch bleiben, hat IMTEST ermittelt.



Es zählt wohl zu einer der schönsten Erfahrungen, mit der Familie, dem Partner oder mit Freunden gemeinsame Dinge zu erleben. Noch viel schöner, diese zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aufleben zu lassen und gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Wie ginge das besser als mit einem Fotobuch? Doch so viel Spaß es bringt, ein Fotobuch zu verschenken und dieses durchzublättern, so aufwendig ist die Erstellung dessen mitunter. Schließlich soll das Werk etwas Besonderes sein, was bestenfalls noch Jahre später für Begeisterung sorgt. Aber worauf kommt es bei der Wahl des Fotobuchs an?

Fotobücher zur Auswahl: Von Mini bis XXL

Auf den Webseiten der Kandidaten werden die verschiedenen Arten an Fotobüchern aufgelistet. Kleinere Formate mit Maßen von zum Beispiel 13 x 13 Zentimetern kosten unter zehn Euro, die gängigen Großformate mit grobem DIN-A4-Format liegen je nach Anbieter zwischen 20 und 40 Euro. Cewe bietet sogar ein XXL-Format mit Maßen von 38 x 29 Zentimetern ab etwa 65 Euro an, welches sich insbesondere für Naturaufnahmen eignet.

Nachdem das Format feststeht, muss noch zwischen Hard- und Softcover, also der Beschaffenheit des Buchumschlags, sowie der Papierqualität gewählt werden. Am gängigsten ist die Unterscheidung zwischen Digitaldruck und Fotopapier. Ersteres ist etwas günstiger, dafür haptisch nicht ganz so hochwertig wie Fotopapier. Dieses wird nämlich belichtet statt bedruckt, wodurch eine deutlich bessere Qualität möglich wird, sodass es auch unter der Bezeichnung “Echtfotobuch” bekannt ist. Die Seitenzahl der Fotobücher ist bei allen Anbietern frei wählbar und variiert zwischen 24 und maximal 202 Seiten. Bei Ifolor sind höchstens 120, bei Medion immerhin 156 Seiten möglich. 

Das aufgeklappte Fotobuch von Medion.
Das Hardcover-Fotobuch vom Testsieger Medion liefert eine sehr hohe Papierqualität. © IMTEST

Zusätzlich zu den Fotobüchern bieten alle Testkandidaten eine Vielzahl weiterer Fotoprodukten an. Neben Klassikern wie Fotokalender, Mousepads und bedruckten Tassen findet man bei Pixum unter anderem ein Malbuch, welches auf eigenen Fotos basiert sowie Memory-Spiele und individuelle Poker-Sets. Passend zum kommenden Advent gibt es dort auch Adventskalender zum selbst gestalten. 

Die Ergebnisse im Detail

Gestaltung eines Fotobuchs: Kreative Freiheiten inklusive

Bevor man sich in die Gestaltung des Fotobuchs vertieft, sollte man unbedingt eine Vorauswahl treffen. Denn nichts ist chaotischer, als im eigentlichen Erstellungsprozess aus Hunderten von Urlaubsbildern auswählen zu müssen. Ist dieser Schritt erledigt, geht es entweder am Notebook, PC oder Smartphone los. Klassisch kann das Fotobuch online oder in einer separaten Software gestaltet werden. Download und Installation sind bei allen Anbietern einfach gestaltet und schnell abgeschlossen. Bei Cewe, Ifolor und Pixum ist auch das Erstellen per App (Android/iOS) am Smartphone oder Tablet möglich. 

Screenshot der Gestaltungssoftware von Ifolor.
Die Oberfläche der Ifolor-Software ist übersichtlich und lässt genug Platz zum Betrachten des späteren Fotobuchs.
Screenshot der Gestaltungssoftware von Pixum.
Pixum gibt telefonische Kontaktmöglichkeiten für Sofort-Hilfe an, die sogar am Wochenende erreichbar ist.
Screenshot der Gestaltungssoftware von Cewe.
Cewe bietet wie die meisten Hersteller am unteren Bildrand eine kleine Vorschau an.
Screenshot der Gestaltungssoftware von Whitewall.
Im Gegensatz zu Medion kann man in der Software von Whitewall direkt erkennen, was sich hinter den Icons verbirgt.
Screenshot der Gestaltungssoftware von Medion.
In der Software von Medion sind die Optionen zum Großteil hinter Icons verborgen.

Wer es sehr eilig hat, kann außerdem zur Gestaltung häufig automatische Schnellkonfigurationen in Anspruch nehmen, mit deren Hilfe die Software das Fotobuch anhand der Motive sortiert und direkt bestückt – potenziell ist eine Nachbearbeitung trotzdem ratsam. Wer das Buch lieber komplett selbst gestaltet, dem stehen innerhalb der Software, des Online-Editors und der App eine Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung: Von unterschiedlichen Seitendesigns und Bildformaten bis hin zu Schriftelementen kann man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen.



Große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten

Für Profis gibt es in dem herunterladbaren Programm auch Werkzeuge zur Bildbearbeitung, in den Online-Versionen beschränken sich diese oft auf Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und voreingestellten Filtern. Im Test wurden die Fotobücher einheitlich im Format A4 quer gestaltet, allerdings handelt es sich hier um eine Orientierungsgröße, die von Anbieter zu Anbieter leicht variieren kann. Das Fotobuch von Medion beispielsweise hat ein Seitenformat von 27 x 20,5 Zentimetern, während A4 eigentlich 29,7 x 21 Zentimeter entspricht.



Bildqualität bei Fotobüchern

Die digitale Kreativphase ist am zeitaufwendigsten, der Kauf selbst ist bei allen so aufgebaut wie ein normaler Online-Kauf: Warenkorb, Kasse, bezahlen und fertig. Danach heißt es warten – in der Regel zwischen sieben und zehn Werktage. Hinsichtlich der Qualität der Bilder können alle Anbieter überzeugen. Medion und Whitewall liefern in den Test-Fotodrucken einen sehr guten Kontrastumfang sowie brilliante Farbwiedergaben. Im direkten Vergleich ist bei Cewe ein etwas stärkerer Gelbstich zu sehen als bei dem Exemplar von Medion, allerdings mindert das die Gesamtqualität des fertigen Produkts nur minimal.

Die Verpackung des Fotobuchs von Cewe.
Das Fotobuch von Cewe kommt im Test unbeschadet nach sechs Tagen an.
Die Verpackung des Fotobuchs von Ifolor.
Der Lieferkarton ist perfekt angepasst, eine Plastikfolie schützt das Cover vor Kratzern.
Die Verpackung des Fotobuchs von Whitewall.
Whitewall legt Wert auf eine sichere Verpackung und gibt dem Bildband einen matten Schutzeinband mit.
Die Verpackung des Fotobuchs von Pixum.
Eine Klarsichtfolie schützt den Inhalt im Versandkarton.
Die Verpackung des Fotobuchs von Medion.
Der Versandkarton von Medion ist im Vergleich eher dünn, dennoch kommt das Fotobuch unbeschadet an.

Alle getesteten Anbieter ermöglichen es auch, den Buchumschlag nach eigenen Vorstellungen mit Fotos zu gestalten. Auf der Rückseite allerdings unterbricht fast durchweg das Firmenlogo des Anbieters sowie teilweise auch ein Barcode oder QR-Code das Bild. Einzig Whitewall verzichtet auf dieses Störelement. Wer auf ein werbefreies Produkt wert legt, beispielsweise für professionelle Zwecke, sollte diesen Punkt unbedingt beachten.



Fazit

Die Testkandidaten bieten allesamt viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten für Fotobücher. Außerdem liefern sie alle sehr sehenswerte Ergebnisse und unterscheiden sich nur minimal im Gesamteindruck. Mit der Gestaltung per App bieten Ifolor, Pixum und Cewe zwar einen zusätzlichen Service, doch für ein genaues Bearbeiten eines so komplexen Produkts bietet sich ohnehin eher die Desktop-Version an. Das beste Gesamtergebnis bietet Medion mit einer einfachen zu bedienenden Software und der besten Druckqualität.