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Fahrradbeleuchtung: Die besten Fahrradlampen im Test

Fünf Ansteck-Lichtersets für E-Bikes und Fahrräder im Test. Worauf Radfahrer beim Kauf achten sollten, verrät IMTEST.

© Pawel Czerwinski / Unsplash, Buechel, Busch Mueller, Cosmic Sports, Prophete, Sigma

Der Herbst ist da und die Tage werden immer kürzer. Jetzt geht’s auch darum, dass man als Fahrradfahrer gesehen wird. Dämmerung, Nebel, Nieselregen oder auch Schneefall, all das sind Faktoren, die die Sicht erheblich beeinträchtigen. Reflektoren an der Kleidung und am Rad sowie grelle Farben tragen gut dazu bei, aber auch die richtige Fahrradbeleuchtung ist wichtig. Wie gut Leuchten von Prophete, Büchel, Cosmic Sports, Sigma und Busch + Müller im Vergleichstest abgeschnitten haben, verrät der Artikel.

Mit Fahrradlampen E-Bikes und Fahrräder StVZO-konform ausstatten

Wer kein vorinstalliertes Licht an seinem Fahrrad oder E-Bike hat, ist verpflichtet, eins nachzurüsten, wenn er oder sie am Straßenverkehr teilnehmen möchte. Das Licht braucht nicht permanent mitgeführt werden, es muss aber einsatzbereit sein, wenn die Lichtverhältnisse dies erforderlich machen. Wer nachts ohne erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 35 Euro rechnen.


Torsten Fischer
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Beleuchtung während der Dämmerung, bei Dunkelheit und bei schlechten Sichtverhältnissen anzubringen sind. Ich plädiere dafür, die Beleuchtung vorsichtshalber mitzunehmen, wenn die Tour vielleicht etwas länger dauert oder das Wetter sich schlagartig ändern könnte (Sommergewitter).Torsten Fischer, Verkehrswacht Hamburg

Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) besagt, dass jedes Rad mit einem weißen Vorder- und einem roten Rücklicht sowie passiver Beleuchtung ausgestattet sein muss. Ebenso ist vorgeschrieben, dass die Beleuchtungsstärke des Frontscheinwerfers mindestens zehn Lux im Abstand von zehn Metern beträgt. Zudem darf der Frontscheinwerfer mit Fernlichtfunktion ausgestattet sein, das Rücklicht darf eine Bremslichtfunktion haben.

Passive Beleuchtung

Zur passiven Beleuchtung zählen unter anderem Speichenreflektoren oder -sticks sowie Reflexstreifen am Reifen oder Felge. Außerdem sind ein weißer Reflektor vorne, ein roter Z-Rückstrahler hinten sowie gelbe Reflektoren an den Pedalen vorgeschrieben.

Fahrradbeleuchtung ist aber nicht gleich Fahrradbeleuchtung. Beim Kauf einer Fahrradlampe sollte man unbedingt darauf achten, dass das Licht mit einer K-Nummer versehen ist. Diese kennzeichnet die offizielle Zulassung des Kraftfahrt-Bundesamts. Hinter dem Buchstaben K folgt eine Welle samt Nummer.



Die richtige Montage der Fahrradlampen

Die Frontleuchte darf bei korrekter Einstellung den Gegenverkehr nicht zu stark blenden und muss ein gleichmäßiges Lichtfeld aufweisen. Der Nahbereich vor dem E-Bike sollte dabei gut ausgeleuchtet werden. Bei der Montage kann der Fahrradfahrer wie folgt vorgehen: Er markiert einen Punkt in zehn Meter Entfernung auf dem Boden. Auf diesen Punkt soll die hellste Stelle des Lichtkegels treffen – dann ist das Licht gut eingestellt. Das Rücklicht muss mindestens 25 Zentimeter über dem Boden angebracht sein.


Torsten Fischer
Auch Kinderfahrräder benötigen eine Beleuchtung, sobald das Kind von A nach B fährt. Dann ist das Fahrrad kein Spielzeug mehr, sondern ein Verkehrsmittel mit allen gültigen Vorschriften.Torsten Fischer, Verkehrswacht Hamburg

So hat IMTEST getestet

IMTEST hat fünf Fahrradlampen als Set von Sigma, Busch + Müller, Büchel, Cosmic Sports und Prophete zwischen 46 Euro und 127 Euro getestet. Dabei wurde unter anderem die Lichtstärke im hellsten Punkt in zwei Meter Entfernung gemessen und verglichen. Zudem hat IMTEST getestet, ob die Lichter jeweils drei Stürze aus 1,20 Meter Höhe ohne Schaden überstehen und wie einfach das Anbringen und die Handhabung sind.

Die Testergebnisse im Detail

Fahrrad-Beleuchtungsset Aura 100 / Blaze Link
© Sigma

Bei den Sigma Fahrradlampen lassen sich Vorder- und Rücklicht koppeln, sodass sich die beiden Lichter bequem nur über das Frontlicht bedienen lassen. Ist der Akku des Frontlichts leer (auf höchster Stufe knapp fünf Stunden Laufzeit), geht parallel das Rücklicht mit aus. Einzeln genutzt hat es eine doppelt so hohe Laufzeit. Mit 109,95 Euro ist das Beleuchtungsset allerdings kein Schnäppchen.

  • PRO
    • Das Rücklicht verfügt über ein Bremslicht, welches für zusätzliche Sichtbarkeit sorgt. Zudem gibt es für das Frontlicht einen Automatikmodus, der die Helligkeit an die Umgebungsbedingungen anpasst.
  • KONTRA
    • Die Bedienung ist anfangs etwas kompliziert und nicht ganz intuitiv.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,2

2. Platz und Preis-Leistungssieger: Prophete 100 Lux Beleuchtungsset

Fahrrad-Beleuchtungsset von Prophete
© Prophete

Der Zweitplatzierte ist auch gleichzeitig der Preis-Leistungssieger. Mit 45,99 Euro hat der E-Biker ein solides Licht mit vier Leuchtstufen. Im Vergleichstest wies das Frontlicht in einer Entfernung von zwei Metern im hellsten Punkt den höchsten Lux-Wert unter allen Testkandidaten auf.

  • PRO
    • Das Frontlicht wird mit einer Schraube (ohne Werkzeug) befestigt und kann damit stramm an jedem Lenker fixiert werden. Zudem lässt es sich horizontal verstellen.
  • KONTRA
    • Laut Hersteller nur gegen Spritzwasser geschützt, nicht wasserdicht.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3



3. Platz: Büchel Vail 100

Fahrradlicht-Set Vail 100 von Büchel
© Büchel

Das Büchel Vail 100 ist ein schlichtes, sehr einfach zu bedienendes Beleuchtungsset. Mit über 14 Stunden hat das Rücklicht die zweilängste Akkulaufzeit aller Rücklicht-Testkandidaten. Dank Gummiklemmring lässt es sich einfach und schnell am Lenker befestigen. Das Set kostet 84,95 Euro.

  • PRO
    • Das Rücklicht überzeugt optisch mit seiner Strahlkraft und Bremslichtfunktion.
  • KONTRA
    • Ein Dauer- oder Platzregen könnte dem Licht schaden, denn es ist laut Hersteller nur gegen Spritzwasser geschützt.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,4

4. Platz: Busch + Müller Ixon Rock / Ixxi

Fahrradlicht Ixon Rock Frontlicht und Ixxi Rücklicht von Busch + Müller
© Busch + Müller

Genau genommen handelt es sich bei dem Duo aus Frontleuchte Ixon Rock und Rücklicht Ixxi von Busch + Müller nicht um ein Set, sondern zwei separat zu erwerbende Leuchten. Während das Rücklicht mit knapp 24 Stunden Akkulaufzeit deutlich alle Mitbewerber schlägt, weist das Frontlicht mit 2:20 Stunden die geringste Laufzeit auf hellster Stufe auf. Allerdings, im Unterschied zu allen anderen Lichtern, schaltet es sich nach den 2:20 Stunden nicht komplett aus, sondern geht in die nächst-niedrigere Stufe. Zur Befestigung wird das Frontlicht mit einer Schraube (ohne Werkzeug) fixiert. Das Licht selbst wird dann in die Halterung hineingedreht.

  • PRO
    • Das Frontlicht kann zusätzlich als Powerbank mit 1.500 Milli-Amperestunden genutzt werden.
  • KONTRA
    • Mit knapp 127 Euro das teuerste und mit gut 150 Gramm das schwerste Set unter allen Testkandidaten.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,4

5. Platz: Knog Plug

Fahrrad-Beleuchtungsset Knog Plug von Cosmic Sports
© Cosmic Sports

Beim Knog Plug sind die Front- und Rückleuchte durch das runde Design perfekt aufeinander abgestimmt. Allerdings haben beide Leuchten die geringste Akkulaufzeit. Als Befestigung dienen Klettverschlussbänder, die mithilfe rechteckiger Schnallen an einem kleinen Haken befestigt sind. Die Montage ist dadurch etwas kompliziert, zudem kann sich die Schnalle leicht vom Haken lösen.

  • PRO
    • Klein und kompakt, lasst sich in jeder Tasche unkompliziert mitnehmen. Mit 54,99 Euro ist das Set das zweigünstigste im Test.
  • KONTRA
    • Geringster Lux-Wert in zwei Meter Entfernung im Vergleich zu den anderen Modellen.

IMTEST Ergebnis:

ausreichend 3,9


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