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Fahrradhersteller Prophete meldet Insolvenz an

Das deutsche Traditionsunternehmen Prophete soll insolvent sein.

Zwei Radfahrer fahren nebeneinander her, Gebäude im Hintergrund
© Prophete

Laut einer aktuellen Umfrage von Refurbish-Anbieter für E-Bikes Upway in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstituts YouGov sollen 34 Prozent der Deutschen nicht bereits sein, mehr als 2.000 Euro für ein E-Bike auszugeben. Eine Zahl, die Anbieter wie Prophete freuen sollte, denn eine Vielzahl ihrer E-Bikes fallen in diese Preiskategorie. Um so erstaunlicher ist nun die Meldung, dass das Traditionsunternehmen aus Rheda-Wiedenbrück einen Insolvenzantrag gestellt haben soll.

Aldi und Lidl bieten regelmäßig E-Bikes von Prophete an

Prophete ist nicht nur ein Anbieter von E-Bikes und Fahrrädern, auch eine ganze Bandbreite an Komponenten wie Licht, Schläuche, Fahrradcomputer oder Kindersitze zählen zu ihrem Sortiment. Neben dem Verkauf im eigenen Onlineshop gibt es die Produkte auch bei Discountern, Bau- und Supermärkten. Gerade bei Aldi und Lidl werden die E-Bikes von Prophete regelmäßig zu attraktiven Preisen angeboten.

Als mittelständisches Familienunternehmen kann Prophete auf eine mittlerweile über 110-jährige Geschichte zurückblicken. Und auch als E-Bikes immer mehr auf den Markt vordrangen, ist Prophete den Weg mitgegangen. Nach eigenen Angaben waren sie der erste Anbieter, die Pedelecs mit App-Steuerung angeboten haben.


Schon gefahren: Das 1.099 Euro Trekking-E-Bike von Aldi

IMTEST hat das 28-Zoll Trekking-E-Bike von Prophete bereits vor Verkaufsstart bei Aldi am 19.5. getestet. Wie gut das Rad tatsächlich ist, verrät die News.


Medienberichten des WDR zufolge sollen die rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits über das Insolvenzverfahren informiert worden sein. Ebenso hieß es, dass die Gehälter bis vorerst Februar sicher sein sollen. Der Geschäftsbetrieb solle weiterlaufen und auch die Fahrradmarke solle erhalten bleiben.

Garantie-Leistung bei Insolvenz

Viele Verbraucher, die sich dieses Jahr noch ein E-Bike von Prophete gekauft haben, fragen sich nun, was passiert, wenn sie einen Mangel an ihrem Fahrrad feststellen. Die gesetzliche Gewährleistung, ein Rechtsanspruch des Kunden gegenüber dem Verkäufer, beträgt zwei Jahre. Ein Anspruch darauf haben Kunden laut Experten der Verbraucherzentrale auch dann, wenn der Händler insolvent ist. Dieser muss dann trotzdem für Mängelbeseitigung oder Ersatzlieferungen sorgen.

Anders verhält es sich bei freiwillig vom Hersteller gegebenen Garantien. Diese werden laut Verbraucherzentrale wertlos, denn wenn es das Unternehmen nicht mehr gibt, kann der Kunde auch keine Garantieansprüche mehr geltend machen.

Marken der Cycle Union betroffen

Auch die zum Unternehmen Cycle Union gehörenden Marken Kreidler, Rabeneick, E-bikemanufaktur und vfs Fahrradmanufaktur sollen ums Überleben kämpfen. Hier sollen ebenso Insolvenzverfahren zur Disposition stehen. Allerdings gehören die E-Bikes dieser Marken eher in das höherpreisige Segment und werden nicht über Discounter vertrieben.


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